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Ausbau von Veloweg in Russikon sorgt für Unmut

In Russikon sollen die Kirchgasse und die Strasse Im Berg saniert werden, inklusive Verbesserungen für Velofahrende. Die Grünen Russikon-Weisslingen sind mit den Plänen des Kantons nicht zufrieden.

Dass man mit dem Velo nach der Sanierung im steilen Stück auf der Strasse fahren muss, stört die Grünen Russikon-Weisslingen. Trotzdem wehren sie sich nicht weiter.

Foto: PD

Ausbau von Veloweg in Russikon sorgt für Unmut

Grüne Russikon-Weisslingen sind nicht zufrieden

In Russikon sollen die Kirchgasse und die Strasse Im Berg saniert werden, inklusive Verbesserungen für Velofahrende. Die Grünen Russikon-Weisslingen sind mit den Plänen des Kantons nicht zufrieden.

In der Gemeinde Russikon sollen die Kirchgasse, die Strasse Im Berg und die Russikerstrasse im Bereich Obermoosstrasse bis Kronenweg saniert werden. Unter anderem ist geplant, dass die Bushaltestellen hindernisfrei gebaut werden und die Verkehrsführung für Velofahrende verbessert wird.

Die Grünen Russikon-Weisslingen haben gegen dieses Projekt Einsprache erhoben. Der Partei missfällt, wie der Kanton die Umsetzung von Velowegen in besagtem Projekt plant. So müssen Velofahrende auf dem steilen Stück der Wettsteinstrasse bis zur Kirche künftig auf der Strasse fahren.

Doch nun hat die Partei ihre Einsprache zurückgezogen. Dies bestätigt Lilian Huber, Präsidentin der Grünen Russikon-Weisslingen, auf Anfrage. «Nach einer Begehung wurde uns klar, dass keine Chance besteht, dass die Einsprache berücksichtigt wird», erklärt sie zur Begründung.

Normen nicht einhaltbar

Grundsätzlich hat der Kanton klare Vorgaben, nach welchen ein Veloweg erstellt werden muss. Die Standards sehen im Fall von mehr als 4 Prozent Steigung einen Breitenzuschlag von 30 Zentimetern vor.

Im Bereich Wettsteinstrasse bis Kirche müsste demnach der eingezeichnete Velostreifen auf der Strasse aufgrund der Steigung eine Breite von 1,8 bis 2 Metern aufweisen, es ist jedoch nur eine Breite von 1,5 Metern geplant.

Der Kanton bestätigt, dass die Normen nicht eingehalten werden können. Die Überprüfung von Schleppkurven (das ist der benötigte Platz bei Kurvenfahrten von grossen Fahrzeugen wie Lastwagen) habe ergeben, dass die Einhaltung der genannten Normen unverhältnismässig grosse bauliche Anpassungen zur Folge hätte.

Die Lösung: Die Velofahrenden werden im Kurvenbereich abgetrennt auf dem Niveau des Trottoirs geführt. «Das ist das Ergebnis des Mitwirkungsverfahrens und der Eingaben», heisst es von Sascha Rhyner, dem Mediensprecher des kantonalen Tiefbauamts. Dies sei von verschiedenen geprüften Varianten die beste Lösung.

Uneins zu Temporeduktion

Das ist eine unbefriedigende Situation für die Grünen Russikon-Weisslingen. Sie weisen darauf hin, dass es mit einer Temporeduktion für die Autofahrer möglich wäre, die Sicherheit des Langsamverkehrs zu erhöhen.

Der Kanton winkt ab. Gemäss Bundesrecht werden solche Strassen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde geführt. Davon abweichen könne man nur in begründeten Ausnahmefällen. Sascha Rhyner: «Der genannte Strassenzug ist kein Unfallschwerpunkt.» Eine tiefere Geschwindigkeit sei nicht verhältnismässig. Hinzu komme, dass die baulichen Veränderungen dazu führen würden, dass automatisch langsamer gefahren werde.

Für die Grünen grenzt diese Begründung «an Zynismus». So bleibe ein einziges Argument: die fehlende Akzeptanz der Autofahrenden für eine Temporeduktion. «Dass darauf mehr Rücksicht genommen wird als auf die Sicherheit der bergwärts fahrenden Velos, ist nicht mehr zeitgemäss und nicht nachvollziehbar.»

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