Auftakt für das Millionenprojekt in Illnau-Effretikon
«Historischer Moment»
Am Donnerstag wurde der Grundstein für den Neubau des Feuerwehr- und Werkgebäudes in Illnau-Effretikon gelegt. Nun können die Arbeiten daran beginnen.
Der Startschuss für das neue Feuerwehr- und Werkgebäude in Illnau-Effretikon ist gefallen. Am Donnerstagmittag haben sich die Verantwortlichen des Bauprojekts im Eselriet für die Grundsteinlegung getroffen. Mit dabei waren der Stadtrat, das Architektenduo, Projektbeteiligte und zukünftige Nutzende der Anlage.
«Ich begrüsse euch zu diesem historischen Moment», unterstrich Stadtpräsident Marco Nuzzi (FDP) in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Projekts. Seit mehr als zehn Jahren sei man mit der Planung beschäftigt, nun könne endlich der offizielle Startschuss fallen. Nuzzi erzählte vom teils steinigen Weg, der trotz allem dazu geführt hatte, dass der Grundstein an diesem Donnerstagmittag gelegt werden konnte.
«Zu jedem Stein gehören auch Stolpersteine dazu», sagte Nuzzi. So habe man zuerst die Unterstützung der Bevölkerung für diesen kostspieligen, aber trotzdem notwendigen Neubau erlangen müssen.
Zentralisierung der städtischen Dienste
Vor etwas mehr als einem Jahr, am 3. März 2024, sprach sich die Bevölkerung von Illnau-Effretikon für das Grossprojekt aus. Und das mehr als deutlich: mit einem Ja-Stimmen-Anteil von gut 79 Prozent. Damals war über die Genehmigung des Baukredits von knapp 39 Millionen Franken abgestimmt worden.
Der Neubau realisiert eine Zentralisierung aller Versorgungseinrichtungen der Stadt. So werden Feuerwehrgebäude, Werkhof, Forstbetrieb, Wasserversorgung, Wertstoff-Hauptsammelstelle, Zivilschutz und der Rettungsdienst des Kantonsspitals Winterthur (KSW), welcher sich bisher in Weisslingen befunden hat, unter einem Dach vereint sein.
Nach Nuzzis Rede war das Architektenduo an der Reihe. David Bühler und Reto Streit durften nach einem Ideenwettbewerb ihre Vision für das Feuerwehr- und Werkgebäude umsetzen. «Dieser Moment ist so bedeutsam, weil das Projekt nun von der langen theoretischen Planung in die Realität übertritt», erklärte Bühler.
Nach den beiden Ansprachen ging es an die Grundsteinlegung in die Baugrube.
Die symbolische Grundsteinlegung markierte den offiziellen Startschuss des Bauprojekts. Dass am Eingang von Effretikon gebaut wird, sieht man aber nicht nur an den Baggern und Abstellschranken, die bereits aufgestellt sind. Denn erste Neuerrichtungen konnten bereits eröffnet werden.
Eine neue Eselrietstrasse
So war in diesem Millionenkredit auch die Erschliessung des Neubaus an das Strassennetz inbegriffen. Anfang März konnte die neue Eselrietstrasse in Betrieb genommen werden. Diese führt den Verkehr neu ab der Illnauerstrasse zum Sportzentrum und künftig auch zum neuen Feuerwehr- und Werkgebäude.

Die neue Verkehrsführung und die 200 Meter lange neu entstandene Strasse tragen unter anderem dazu bei, den Schülerinnen und Schülern des Schulhauses Eselriet einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Zusätzlich wurden zwei neue Bushaltestellen erstellt, diese verbessern die Erschliessung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des ganzen Gebiets rund um die Schul- und Sportanlage.
Der aktuelle Werkhof ist in die Jahre gekommen
Der Neubau ist nötig, weil der jetzige Werkhof in Effretikon an der Grendelbachstrasse, der den Unterhalts- und Forstbetrieb sowie den Feuerwehrstützpunkt beherbergt, sanierungsbedürftig und zu klein ist. Der Bau aus den 1980er Jahren ist laut der Stadt nicht erweiterungsfähig.

Ausserdem muss die Feuerwehr im alten Werkhof über eine Strasse mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h ausrücken. Am neuen Standort sollen kürzere Einsatzzeiten ermöglicht werden. Das neue Feuerwehr- und Werkgebäude soll Ende 2026 in Betrieb genommen werden.