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Auf dem Gipfel der Harmlosigkeit

Geht es noch ungefährlicher? Der FC Dübendorf hat ein offensichtliches Problem – und dieses hängt mit einer Personalie zusammen.

Im FC Dübendorf (rechts Rafael Bräm) stimmt zwar der Kampfgeist – doch das bringt noch keine Tore. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Auf dem Gipfel der Harmlosigkeit

Dübendorf ohne Plan B

Der FC Dübendorf erspielte sich auswärts gegen Seefeld nicht eine zwingende Torchance und unterlag in einer wenig unterhaltsamen Partie 0:2.

Daniel Hess

Der FC Dübendorf ist auf die Verliererstrasse zurückgekehrt. Nachdem er in der Vorwoche seinen zweiten Saisonsieg gefeiert hatte, verlor der interregionale Zweitligist gegen Seefeld auswärts 0:2. Zwingend war die Niederlage nicht, vermochte doch keine der beiden Mannschaften zu überzeugen. Klare Chancen erspielten sich diese jedenfalls die gesamte Partie über keine – mit dem Unterschied, dass die Stadtzürcher je einmal nach einem Eckball und mit einem fragwürdigen Foulpenalty erfolgreich waren.

«So ist das eben, wenn eine Mannschaft unten steht und die andere oben», sagte Shaip Krasniqi nach dem Duell des nun wieder Tabellenletzten gegen den Zweitplatzierten. Sich dem Schicksal zu ergeben, gedenkt der FCD-Coach nach der achten Niederlage im zehnten Spiel aber noch lange nicht. «Jetzt gewinnen wir zwei-, dreimal, und dann sieht es wieder anders aus», sagt er kämpferisch.

Kämpferisch, aber harmlos

Wie seine Mannschaft das hinkriegen soll, ist allerdings ein Rätsel. Ähnlich kämpferisch wie ihr Trainer ist zwar auch sie, die Moral ist intakt, die Stimmung erstaunlicherweise immer noch gut. Doch mangelt es ihr schlicht an Mitteln, um geschickt verteidigende Gegner in Verlegenheit zu bringen.

Gegen Seefeld waren die Dübendorfer zwar wie gewohnt um einen gepflegten Spielaufbau bemüht. Dies war auf dem tiefen Terrain, das die Bälle nicht selten verspringen liess, aber sicher nicht die beste Variante, um zum Erfolg zu kommen. In die Nähe des gegnerischen Strafraums schaffte es der FCD jedenfalls kaum. Natürlich hätten sie gern anders gespielt und mitunter mit weiten Bällen operiert, sagte Krasniqi. «Aber mit unseren kleinen Stürmern macht das wenig Sinn.»

Dzepo fehlt

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Der Abgang von Denis Dzepo, der lieber eine Liga tiefer kickt und kurz vor Saisonbeginn zu Brüttisellen-Dietlikon wechselte, schmerzt noch immer.

Brüttisellen Denis Dzepo
Ihn vermissen sie in Dübendorf: Denis Dzepo spielt nun in Brüttisellen. (Archiv)

Er ist der Grund dafür, dass die Dübendorfer keinen Plan B mehr haben, und entsprechend einfach auszurechnen sind. Sieht man von der Partie in Arbon ab, wo der FCD gleich fünfmal skorte, hat er in neun Partien nur gerade sechsmal ins Schwarze getroffen.

Trotz der offensichtlichen Harmlosigkeit in der Offensive und der alarmierenden Tabellensituation will man in Dübendorf aber nicht in Aktionismus verfallen. «Wir werden die Vorrunde mit dem bestehenden Kader fertigspielen und dann entscheiden, ob und auf welchen Positionen wir allenfalls Verstärkungen brauchen», sagt Krasniqi.

Seefeld - Dübendorf 2:0 (1:0). – Tore: 29. Leu 1:0. 66. Leu (Foulpenalty) 2:0.

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