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Gesellschaft

Anfang Jahr übernimmt eine neue Pächterin die «Linde» Kyburg

Der Plan steht seit Ende 2020: Ab dem neuen Jahr wird Nicole Jordan ohne Stützräder fahren. Dann übergibt ihr Willy Rüegg die Pacht der Linde Kyburg. 

Bereits 2020 fassten Willy Rüegg und Nicole Jordan den Plan, dass sie die Linde dereinst leiten soll.

Foto: Heinz Diener

Anfang Jahr übernimmt eine neue Pächterin die «Linde» Kyburg

Restaurant in Illnau-Effretikon

Der langjährige Wirt Willy Rüegg möchte in Pension gehen. In einigen Monaten soll deshalb wie geplant Nicole Jordan das Restaurant in Kyburg übernehmen.

Nicole Döbeli

Ab Anfang 2024 wird Nicole Jordan ohne Stützräder fahren. Auf dann übergibt ihr Willy Rüegg die Pacht der Linde Kyburg. Den Plan fassten die beiden Ende 2020.

«Ich hatte zwar schon im Service gearbeitet, aber abgesehen davon nicht viel Erfahrung in diesem Metier», sagt Jordan, die ursprünglich eine Lehre im Verkauf gemacht hat.

Rüegg habe ihr Vertrauen geschenkt und Unterstützung zugesichert, damit sie alles lernen könne, was es als Betriebsleiterin eines Restaurants brauche.

Mittlerweile durchschaue sie die Buchhaltung des Betriebs und wisse, wie eine professionelle Küche funktioniere, sagt Jordan, die für die SVP im Illnau-Effretiker Parlament sitzt. Die Linde bleibt im Januar geschlossen, am 26. Januar eröffnet die neue Wirtin ihr Lokal.

Prosecco zum Abschied

Willy Rüeggs letzter Tag wird der 31. Dezember sein. Im Jahresprogamm kündigt er an, ab 23 Uhr allen Gästen einen Prosecco zu offerieren, um auf seinen Abschied anzustossen. Nach 52 Jahren am Kochherd, 43 davon als Wirt, freue er sich mit 69 nun darauf, den Ruhestand zu geniessen, schreibt er.

Jordan muss bis dahin noch Ersatz finden. Neben einem neuen Küchenchef sucht sie auch Servicepersonal. «Das wird nicht ganz einfach, aber ich denke, wir bekommen es hin.» Genau gleich weitergehen werde es in der Linde mit neuem Team sicher nicht, aber die Ausrichtung solle eine ähnliche bleiben, sagt sie.

Heute setzt die Küche auf gutbürgerliche Gerichte, auf der Karte stehen neben Pasta und Zanderfilet viel Fleisch: ein Cordon bleu der Woche, Kalbsleberli und Entrecote auf dem heissen Stein.

Die neue Funktion bringt auch mehr Arbeit: «100 Prozent reichten in dieser Branche noch nie, heute schon gar nicht mehr», sagt Jordan. Sie sei sich dessen bewusst, der Entscheid sei aber gefallen und sie sei zuversichtlich, dass alles aufgehen werde.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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