«Schifflände» in Maur soll ab Frühling wieder Gäste begrüssen
Gastronomie am Greifensee
Lange war es still um das beliebte Seerestaurant. Doch hinter verschlossenen Türen tut sich so einiges – in Zukunft soll ein altbewährtes Konzept in neuem Look Gäste in die «Schifflände» locken.
Als sie im September 2020 ihre Pforten schloss, wusste niemand, wie lange es tatsächlich dauern würde, bis das Restaurant Schifflände in Maur endlich wieder Gäste begrüssen kann. Anstelle der geplanten zwei Jahre Umbauzeit werden es letztlich mehr als drei sein.
Laut der neuen Pächterin Remimag AG ist aufgrund dringend notwendiger Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten im Innenraum so gut wie alles rausgerissen worden. Die komplette technische Installation, die Selbstbedienung, das Buffet, die Toiletten: Alles wird neu. Die Bauherrschaft über das Restaurant hat der Besitzer – und das ist der Kanton Zürich.
«Die Anlagen und die Infrastruktur haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht», sagt Markus Pfanner, Kommunikationsberater der Baudirektion Kanton Zürich. «Die Instandsetzungsmassnahmen sind notwendig, um den Standards des Lebensmittelinspektorats und der Feuerpolizei zu entsprechen.»
Geplant waren Investitionskosten von rund 6,9 Millionen Franken für Instandsetzung und Erneuerung der Räumlichkeiten und des Innenausbaus. In einem neuen Kostenvoranschlag von März 2022 wurden für eine alternative Wärmeversorgung und nicht vorhergesehene Umbauarbeiten weitere 1,2 Millionen Franken beantragt. Planmässig solle die fertig umgebaute «Schifflände» Mitte März 2024 an die neue Pächterin Remimag AG übergeben werden.
«Wir starten dann mit unseren Ausbauarbeiten, was hauptsächlich die Inneneinrichtung betrifft. Diese Arbeiten werden ein paar Wochen dauern», sagt Bastian Eltschinger, Geschäftsleiter der Remimag AG. «Das Restaurant wird sicher in einem neuen, frischen Design daherkommen», sagt er. Im April 2024 soll die «Schifflände» dann endlich wieder Gäste begrüssen dürfen. Ein Eröffnungsanlass sei jedoch nicht geplant.
Frischer Wind weht durch die «Schifflände»
Greifensee-Fans, Biker, Spazierfreudige und Sonnenliebhaber können sich auf den Frühling freuen, denn die «Schifflände» wird 2024 voraussichtlich wieder aktive Mitstreiterin am Ufer des Greifensees. Die Gaststätte erfreute sich vor der Schliessung grosser Beliebtheit – weswegen die Remimag AG auf ein Konzept setzt, das für alle etwas bietet.
Von Fischknusperli über Fleischgerichte, Salate und Desserts bis zu saisonalen Hits wie Spargel, Eierschwämmli und Wild tischt die «Schifflände» für alle Besucherinnen und Besucher auf. Und das nicht nur kulinarisch; ein À-la-carte-Service, das Selbstbedienungsangebot, ein Kinderspielplatz und ein Saal für Anlässe sollen ermöglichen, vom Gassigeher bis zum Hochzeitspaar ein breites Publikum anzusprechen.

«Die Remimag AG bringt das Know-how und die personellen Ressourcen mit für den anspruchsvollen Betrieb eines Seminar-, Bankett- und Ausflugsrestaurants», sagt Pfanner. Die «Schifflände» in Maur reiht sich in ein beträchtliches Portfolio von Restaurants ein, welche die Pächterin führt – das Erfolgskonzept wird also von den bereits vorhandenen Unternehmen übernommen und an die Region angepasst.
Verwechslungsgefahr Birrwil und Maur
Neben der bald zu eröffnenden «Schifflände» in Maur führt die Luzerner Gastro-Gruppe Remimag AG bereits 24 Restaurant- und Hotelbetriebe in der ganzen Schweiz. Darunter beispielsweise das Zürcher Restaurant Albisgütli sowie Seerestaurants wie das Hafenrestaurant am Zugersee oder – und da mussten wir auch zweimal hinschauen – die «Schifflände» in Birrwil. Der Namensvetter des Restaurants in Maur liegt am Hallwilersee im Kanton Aargau.
Dass die Namensdoppelung ihrer Restaurants zu Verwirrung führen könnte, glaubt Eltschinger jedoch nicht. Die Gäste kämen nicht über die Unternehmensseite der Remimag AG auf die Restaurants, sondern direkt über die Website des jeweiligen Betriebs. «Wir glauben nicht, dass es da Probleme geben wird», sagt Eltschinger.
«Die beiden Betriebe liegen geografisch weit auseinander und sprechen Gäste aus verschiedenen Einzugsgebieten an.» Eine Namensänderung sei deshalb nicht geplant. Demnach bleibt Maur die allseits beliebte «Schifflände» erhalten – unter neuer Führung, mit neuem Innenausbau, aber in gleichem Aussenlook und mit dem traditionellen Namen.
