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24 Tösstalerinnen und Tösstaler wollen in den Kantonsrat

24 Frauen und Männer aus dem Tösstal wollen in den Zürcher Kantonsrat einziehen.

24 Tösstalerinnen und Tösstaler wollen in den Kantonsrat

Aufstellung zu den Wahlen

9 Frauen und 15 Männer aus dem Tösstal bewerben sich für einen Sitz im Kantonsparlament. Zu diesen gehören gleich vier Bisherige.

Christian Brändli

Am 12. Februar 2023 wird der Zürcher Kantonsrat neu gewählt. Die definitiven Kandidatenlisten sind im Dezember 2022 publiziert worden. Hier finden Sie eine Übersicht.

Die Listen

In den 18 Wahlkreisen des Kantons gingen insgesamt 1687 Kandidaturen auf 13 verschiedenen Listen ein. Damit liegt die Listenvielfalt auf dem Niveau der letzten drei Kantonsratswahlen. Zur Erinnerung: Im Rekordjahr 2003 buhlten nicht weniger als 47 Listen um die Wählergunst.

Von den jetzt 13 Listen sind je 10 in den drei Oberländer Bezirken Uster, Hinwil mit der Tösstaler Gemeinde Fischenthal und Pfäffikon mit den Tösstaler Gemeinden Wildberg, Wila und Bauma sowie im Wahlkreis Winterthur-Land zu finden. Letzterem gehören auch die Gemeinden Zell, Schlatt und Turbenthal an. Diese stammen von der SVP, der SP, der FDP, der GLP, den Grünen, der Mitte, der EVP, der Alternativen Liste (AL) sowie der EDU. Neu hinzugekommen ist die von Massnahmenskeptikern gebildete Gruppierung Aufrecht/Freie Liste (AuFL).

Die weiteren Exoten, die diesmal auf Kantonsebene antreten, die Partei der Arbeit sowie Sans Papiers Politiques und «Ja zu einem Wachstumsstopp», sind in der Region nicht vertreten.

In den drei Oberländer Bezirken sowie in Winterthur-Land treten die etablierten Parteien mit vollen Listen an. Im Bezirk Uster sind 16 Sitze zu vergeben, im Bezirk Hinwil 11 und im Bezirk Pfäffikon sowie im Wahlkreis Winterthur-Land je 7. Nur die EVP macht im Bezirk Uster eine Ausnahme, wo sie 15 Kandidierende präsentiert. Die AL hat im Bezirk Hinwil ebenfalls eine volle Liste eingereicht, tritt in den beiden anderen Bezirken sowie in Winterthur-Land aber mit leicht ausgedünnten Reihen an. Die EDU hat im Wahlkreis Winterthur-Land lediglich vier Namen aufgeführt. Und die AuFL haben ihre Listen rund zur Hälfte gefüllt, ausser in Winterthur-Land, wo sie mit einer kompletten Siebnerliste antreten.

Die Kandidierenden

Mit den kantonsweit total 1687 Kandidatinnen und Kandidaten treten leicht weniger Leute als bei den letzten drei Kantonsratswahlen an. 24 Kandidaturen sind in den drei Wahlkreisen eingereicht worden, zu denen Tösstaler Gemeinden gehören.

Am meisten Kandidatinnen und Kandidaten stellt Turbenthal mit acht, dicht gefolgt von Zell mit sieben. Immerhin sechs stammen aus Bauma. Wila zählt zwei Kandierende, Fischenthal einen und in Schlatt und Wildberg will gar niemand in den Kantonsrat.

Im Tösstal am stärksten vertreten ist die SP, die gleich vier Kandidatinnen und zwei Kandidaten stellt. Je vier Kandidierende portieren die SVP und die EDU, drei die EVP und je zwei die FDP, die GLP und die AuFL. Ein Kandidat ist bei der AL dabei. Die Grünen und die Mitte dagegen haben gar keine Kandidaturen aus einer der sieben Tösstaler Gemeinden.

Die FrauenanteileAuf Kantonsebene entfallen 725 Kandidaturen auf Frauen, was einem Anteil von 43 Prozent entspricht. Das sind rund 2 Prozentpunkte mehr als 2019. In den drei Oberländer Bezirken treten 128 Frauen an. Das sind gleich viel wie vor vier Jahren. Im Tösstal kandidieren neun Frauen. Dies entspricht einem Anteil von 37,5 Prozent aller Kandidaturen.  

Am höchsten ist der Frauenanteil in den Wahlkreisen I und III (Stadtkreise 1+2 sowie 4+5 der Stadt Zürich), wo er 49 respektive 48 Prozent beträgt. Am tiefsten ist er im Wahlkreis XIII, also im Bezirk Pfäffikon, mit 37 Prozent. Dort haben die SVP und die EDU nur gerade eine Frau auf ihren Listen, die AuFL führt gar keine auf.

Kantonsweit sind es die Grünen, die mit 54 Prozent den höchsten Frauenanteil aufweisen, gefolgt von der AL mit 50 Prozent. Viele Frauen führen in der Region die EVP im Bezirk Pfäffikon, nämlich fünf auf der Siebnerliste. 

Das Alter

Auf Kantonsebene sind die Kandidierenden im Schnitt 47 Jahre alt. Langfristig steigt das Durchschnittsalter ganz leicht, aber stetig an: 2007 betrug es noch 45 Jahre. Zwischen den Geschlechtern besteht dabei kein wesentlicher Unterschied, wohl aber sind die Bisherigen mit einem Durchschnittsalter von 51 Jahren etwa fünf Jahre älter als die Neukandidierenden.

Mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren sind die Kandidaturen auf den SP-Listen am jüngsten, gefolgt von jenen der GLP mit 44 Jahren.

Die Bisherigen

Auffallend ist, dass die Kantonsräte über viel Sitzfleisch verfügen. So treten gleich 161 Bisherige wieder an, dies wohlgemerkt bei einem total von 180 Sitzen.

Aus dem Tösstal kandidieren alle vier Bisherigen wieder. Für die SP steigt als Spitzenkandidatin wiederum Kantonsrätin Theres Agosti Monn ins Rennen. Die Schulleiterin aus Seelmatten rutschte 2013 für einen Parteikollegen in den Kantonsrat nach und schaffte 2015 die Wahl.

Für die EVP kandidiert erneut Kantonsrat Markus Schaaf aus Rämismühle vom Spitzenplatz aus. Der Geschäftsführer des Zentrums Rämismühle politisiert seit 2010 im Kantonsrat.

Mit dem Neubrunner Bio-Landwirt Urs Hans führt ein weiterer Tösstaler eine Liste an, nämlich die der Massnahmenskeptiker AuFL. Speziell an der Kandidatur Hans‘ sind zwei Dinge. Letztmals war er auf der Liste der Grünen gewählt worden, aus deren Fraktion er aber 2020 ausgeschlossen wurde und zwar wegen fragwürdiger Aussagen zur Corona-Pandemie. Zudem hatte er einen Unterbruch im Kantonsrat: Er sass schon einmal im Rat, schaffte dann 2015 die Wiederwahl nicht und kehrte später zurück.

Der vierte Bisherige ist der Baumer Paul von Euw. 2019 schaffte er auf der SVP-Liste des Bezirks Pfäffikon von zweiter Stelle aus den Sprung ins Kantonsparlament.

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