Klick für Klick taucht man tiefer ein. Die Farben sind intensiv, die Sujets der Landschaftsbilder bisweilen dramatisch. Bald einmal hat man das Gefühl, sich auf der Webseite einer Tourismusorganisation zu befinden, die das Engadin vermarktet.
Doch hinter den ausstrucksstarken Fotos steckt keine professionelle Agentur, sondern ein professioneller Läufer, der damit auf den digitalen Kanälen seine Liebe zum Hochtal zeigt. Das Engadin ist schon fast zur zweiten Heimat von Christian Kreienbühl geworden, dem Rütner, der sich momentan auf den EM-Marathon im August vorbereitet.
Wenn der Langstreckenspezialist am 12. August in Berlin die 42,195 km unter die Füsse nimmt, die den Endpunkt all seiner Anstrengungen markieren, wird er allein 2018 drei Monate – aufgeteilt in drei Blöcke à je vier Wochen – im Engadin verbracht haben.

