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Wila wählt Simon Mösch zum neuen Gemeindepräsidenten

Ab dem 1. Juli hat Wila den jüngsten Gemeindepräsidenten im Tösstal. Für das Amt hatte Gemeinderat Simon Mösch als Einziger kandidiert. Auch alle anderen Behörden erhalten eine neue Leitung.

Simon Mösch wird der jüngste Gemeindepräsident im Tösstal., Bilden ab Juli den neuen Gemeinderat (v. l.): Michael Hutzli, Maya Berwert, Bernhard Waldvogel, Simon Mösch, Fredi Waldvogel.

Fotos: André Gutzwiller

Wila wählt Simon Mösch zum neuen Gemeindepräsidenten

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben entschieden, ihrem jüngsten Gemeinderat volles Vertrauen zu schenken. Sie haben Simon Mösch (Die Mitte) nicht nur mit bestem Ergebnis (462 Stimmen) in seinem Amt bestätigt, sondern ihn auch noch zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt, mit 406 Stimmen.

«Das ist ein sehr gutes Resultat und eine Bestätigung für die Arbeit, die man leistet», sagte der 28-Jährige am Wahlsonntag. «Wir haben jetzt ein gutes Team im Gemeinderat und ich freue mich auf die Aufgaben, die vor uns liegen.»

Freude auf  strategische Führungsfunktion

Nun gelte es, sich Gedanken über die nächsten Schritte zu machen. «Das Amt fängt direkt nach der Wahl an.» Bereits jetzt müsse der Gemeinderat damit beginnen, Projekte für das nächste Jahr zu planen.

«Ich bin jetzt seit sechs Jahren dabei, und am Anfang musste ich mich sicher beweisen.»
Simon Mösch (Die Mitte), neuer Gemeindepräsident Wila

Die Aufgabe, alles zu koordinieren, hat es Mösch besonders angetan: «Ich freue mich sehr auf die strategische Führungsfunktion vom Gemeindepräsidenten.» Dazu gehört unter anderem, die Gemeinderatssitzungen zu leiten und sich um die Legislaturplanung zu kümmern.

Angesprochen auf den Altersunterschied zu seinen Ratskollegen meint er nur: «Ich bin jetzt seit sechs Jahren dabei, und am Anfang musste ich mich sicher beweisen.» Mittlerweile sei er etabliert und gut vernetzt. Er glaube nicht, dass das Alter noch ein Thema sein werde.

Keinen Sitz für Ueli Erb

An seiner Seite amtet in der kommenden Legislaturperiode mit Fredi Waldvogel (parteilos) nur noch ein weiteres bisheriges Mitglied. Er erzielte mit 410 Stimmen das zweitbeste Resultat.

Von den neuen Kandidierenden haben Michael Hutzli (parteilos) mit 392, Maya Berwert (SVP) mit 351 und Bernhard Waldvogel (parteilos) mit 351 Stimmen den Sprung in den Gemeinderat geschafft.

Ueli Erb (GLP, neu) erreichte mit 307 Stimmen zwar das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 42 Prozent.

Neue besetzte Schulpräsidien

Bei allen anderen Behörden kam es zu keiner Kampfwahl. In der Sekundarschulpflege gab es mehrere Wechsel. Von den bisherigen Mitgliedern stellte sich nur Brigitte Köhler (parteilos) erneut zur Verfügung. Sie wurde mit gutem Ergebnis gewählt, wie auch ihre neuen Kolleginnen und Kollegen Daniel Wälti, Beatrice Spiess, Ursina Castellino und Josua Spörri (alle parteilos).

Letzterer kandidierte unangefochten für das Präsidium und wurde bei einer Wahlbeteiligung von rund 39 Prozent mit 522 Stimmen gewählt. Fast das gleiche Resultat erzielte Sandra Siepmann (parteilos, neu) als neue Präsidentin der Primarschulpflege. Sie erhielt bei einer Wahlbeteiligung von knapp 40 Prozent 521 Stimmen.

Nebst ihr setzt sich die Pflege künftig aus Sylvain Schärli, Martina Pfäffli (beide parteilos, neu), Raphael Bornhauser (parteilos, bisher) und Biagio Bruno (SVP, bisher) zusammen.

Das Präsidium der fünfköpfigen Rechnungsprüfungskommission (RPK) übernimmt Fredi Nessensohn (SVP, bisher). Franz Baschung (parteilos, bisher) Fiona Hofer, Martin Truninger und Heidi Weber (alle parteilos, neu) komplettieren die Behörde.

Zwei Vakanzen in Kirchenpflege

Die Evangelisch-reformierte Kirchenpflege Turbenthal-Wila startet mit einer neuen Präsidentin und zwei Vakanzen in die kommende Legislatur.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wählten die bisherigen Mitglieder Monika Di Benedetto (SP), Daniel Brunner, Tamara Jud und Iris Muhs sowie der Neuzugang Willem Hiddink (alle parteilos).

Di Benedetto übernimmt das Präsidium (826 Stimmen). Sie war die einzige Kandidatin für das Amt. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 40 Prozent.

Martin Kieser (SP, neu) hatte seine Kandidatur erst im Nachgang bekanntgegeben. Deswegen stand sein Name nicht auf dem vorgedruckten Wahlzettel. Dies könnte ihm zum Verhängnis geworden sein: Mit 127 Stimmen verpasste er das absolute Mehr und somit die Wahl in die Kirchenpflege.

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gewählt 462 Waldvogel Fredi (bisher) gewählt 410 Hutzli Michael (neu) gewählt 392 Berwert Maya (neu) gewählt 351 Waldvogel Bernhard (neu) gewählt 351 307
KandidatParteiWahl-StatusStimmen
Mösch Simon (bisher)Die Mitte
parteilosparteilos SVP parteilos
Erb Ueli (neu) GLP überzählig

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