Stadt Uster darf Land beim Spital nicht kaufen
Knapper Entscheid
Das Stimmvolk stimmt einem Referendum zum Vorkaufsrecht der Stadt beim Spital Uster zu. Es ist ein Sieg für die Bürgerlichen, welche die hohen Kosten kritisiert hatten.
Es ist eine weitere Niederlage für den Stadtrat: Erneut sagt das Stimmvolk in Uster Nein zu den Plänen der Exekutive. Sie lehnt an der Urne das Vorkaufsrecht für eine Liegenschaft des Spitals Uster an der Wagerenstrasse 47 in Höhe von 8,75 Millionen Franken ab. Der Entscheid fällt mit 51,16 Prozent Nein und 4804 zu 4587 Stimmen knapp aus. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,77 Prozent.
Zur Abstimmung war es gekommen, weil ein Parlamentsreferendum zustande gekommen war. Die bürgerlichen Parteien, sprich SVP/EDU, BPU und FDP, hatten die Kosten für den Kauf des Grundstücks samt einstöckigem Gebäude und 13 Parkplätzen als zu hoch und unnötig erachtet.
Für die Bürgerlichen ist das Abstimmungsergebnis ein neuerlicher Sieg. Bereits vor einem Jahr hatten sie sich beim Referendum zum Projektierungskredit zur Unteren Farb durchgesetzt. Damals war der Kredit in Höhe von 1,16 Millionen Franken mit 53,53 Prozent abgelehnt worden. Und vielleicht kommt es dieses Jahr gar noch zu einem dritten Erfolg. Denn auch beim Kredit für die neue Sammelstelle in der Loren haben die Bürgerlichen zum Parlamentsreferendum gegriffen. Damit muss auch hier das Volk über einen Projektierungskredit, dieses Mal in Höhe von 600’000 Franken, entscheiden.

