Politik

Dübendorf und Winterthur legen kräftig zu

Ende 2017 haben im Kanton Zürich 1,499 Millionen Menschen gelebt: Die Zahl der Einwohner hat in einem Jahr um 16'600 oder um 1,1 Prozent zugenommen – kräftig zugelegt hat unter anderem Dübendorf und Winterthur. Das jährliche Wachstum hat sich damit etwas abgeschwächt.

Die Zahl der Einwohner im Kanton Zürich hat in einem Jahr um 16'600 zugenommen. (Symbolbild: Keystone/Anthony Anex)

Dübendorf und Winterthur legen kräftig zu

Dass die Bevölkerungszahl weniger stark als in den Vorjahren angestiegen ist, führt das Statistische Amt des Kantons Zürich gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch darauf zurück, dass die Zuwanderung aus dem Ausland etwas nachgelassen habe.

Dennoch machen die sogenannten Wanderungsgewinne nach wie vor zwei Drittel des Bevölkerungswachstums aus. Ein Drittel des Wachstums ist auf den Geburtenüberschuss zurückzuführen.

Alle Regionen legen zu

Gemäss den provisorischen Daten haben alle Zürcher Regionen im Jahr 2017 ein Wachstum verzeichnet. Prozentual am meisten legten das Unterland mit 1,7 Prozent, die Stadt Zürich mit 1,6 Prozent und das Knonaueramt mit 1,5 Prozent zu. Am wenigsten gewachsen sind der Zimmerberg und das Limmattal mit je 0,5 Prozent. In absoluten Zahlen liegt die Stadt Zürich klar vorne – vor dem Raum Winterthur, dem Unterland und dem Glattal.

Die Hälfte des Zuwachses um 16’600 Personen ist gemäss des Statistischen Amtes in vier Städten erfolgt: Zürich verzeichnete ein Plus um 6300 Personen und zählt neu 407’400 Einwohner. Kräftig zugelegt haben auch Winterthur (plus 1200), Dübendorf (plus 500) und Opfikon (plus 400).

Ausländeranteil steigt leicht

Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2017 auf 396’800 Personen. Dies entspricht einem Ausländeranteil von 26,5 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

67 Prozent der Ausländer stammen aus einem EU- oder EFTA-Staat, 17 Prozent aus dem übrigen Europa und 16 Prozent aus den übrigen Teilen der Welt. Die 88’500 Deutschen und die 53’900 Italiener bilden die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen. Danach folgen Portugal, Kosovo, Spanien, Mazedonien, Serbien, Türkei und Österreich.

Die Flüchtlingsströme der letzten Jahren haben in der Statistik ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. So ist die Gruppe der Menschen, die aus Eritrea stammt, um 800 Personen gewachsen. Das ist gemäss Mitteilung eine grössere Zunahme als bei den Polen (plus 600) oder bei den Deutschen und den Italienern (je plus 500).

Kirchen verlieren Mitglieder

Ende 2017 war die Zürcher Bevölkerung zu 28,9 Prozent evangelisch-reformiert und zu 26,1 Prozent römisch-katholisch. Etwa 0,3 Prozent gehören zu den übrigen staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften (christkatholische Kirche und jüdische Gemeinden).

Die evangelisch-reformierte Landeskirche hat innert Jahresfrist rund 6800 Mitglieder verloren, die römisch katholische 2300. Stark zugelegt hat gemäss Mitteilung hingegen die Gruppe der Personen mit anderer oder ohne Konfession. Sie ist im letzten Jahr um 25’800 Personen gewachsen. (sda)

 

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