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Wirtschaft

Heli-Firma eröffnet Wetziker Niederlassung

Der Glarner Helikopterhersteller Marenco Swiss Helicopter eröffnete am Donnerstag seine «Wetzikon Facility». Schon im Herbst 2017 hatte das Unternehmen die Geschäftsräume von Pfäffikon nach Wetzikon gezügelt. An dem Anlass gab Marenco bekannt, künftig unter dem Namen «Kopter» zu firmieren.

Am Donnerstag weihte die Helikopterfirma Marenco Swiss Helicopter ihren neuen Standort in Wetzikon ein. (Foto: Marcel Vollenweider), CEO Andreas Löwenstein lüfte an dem Event ein Geheimnis: Künftig wird Marenco nur noch Kopter heissen. (Foto: Marcel Vollenweider), Das neue Fluggerät SH09 sei «das fliegende Schweizer Taschenmesser», sagte CEO Andreas Löwenstein an der Einweihungsfeier. (Foto: Marcel Vollenweider)

Heli-Firma eröffnet Wetziker Niederlassung

«Der SH09 ist das fliegende Schweizer Taschenmesser.» Diese markige Botschaft war heute an der Feier zur Einweihung der neuen Niederlassung von Marenco Swisshelicopter an der Binzstrasse 31 in Wetzikon zu hören. Überbracht wurde sie von CEO Andreas Löwenstein. Schon im vergangenen Herbst war der Schweizer Helikopterhersteller von Pfäffikon in die neuen Geschäftsräume gezügelt (wir berichteten). Unter den Angestellten und geladenen Gästen des Events sorgten die Worte Löwensteins für Aufbruchsstimmung.

(Video: Marcel Vollenweider)

In einer englischen Präsentation verlieh der CEO seiner Freude über die Entwicklungsschritte des Unternehmens Ausdruck: «Der Einsatz von Hubschraubern ist unumgänglich.» Diese Feststellung begründete Löwenstein mit Verweis auf jüngste Ereignisse, zuletzt etwa das WEF in Davos oder das Ein- und Ausfliegen von Touristen vom Wintersportort Zermatt.

Orientierung an Google

Der heutige Event sei ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens, ein «key moment», wie Löwenstein hervorhob. In der «Wetzikon Facility» werde die Ingenieursarbeit geleistet, während in Näfels die Herstellung der Komponenten erfolge. Bei der Gestaltung des neuen Standorts habe man sich am Google-Stil orientiert, die Räumlichkeiten seien flexibel nutzbar und würden leicht wirken.

(Video: Marcel Vollenweider)

Löwenstein sprach über die neu ausgerichtete Geschäftsstrategie des Unternehmens: «Unsere Firma will für die Planungs- und Produktionsschritte von A bis Z zuständig sein, das sichert uns unsere Existenz.» Die Firma verstehe sich als Schweizer Hersteller, bei dem auch Schweizer Werte im Zentrum stünden, aber der Handel werde auch auf internationaler Ebene forciert.

«Unsere Firma will für die Planungs- und Produktionsschritte von A bis Z zuständig sein.»

Die Produktion des neuen Fluggerätes Skye SH09 soll bereits in diesem Jahr anlaufen. 2019 sind die ersten Auslieferungen der Helikopter aus Schweizer Produktion geplant. Die Verantwortlichen teilten mit, dass derzeit rund 150 Vorreservationen von Helikopterbetreibern aus dem In- und Ausland vorliegen würden. Je nach Bestellungseingang sollte sich der Stückpreis, der gegenwärtig bei rund 3,5 Millionen Franken liegt, verringern lassen.

Fluggerät soll kostengünstiger sein

Das neue Fluggerät soll im Vergleich zu den Vorgängermodellen kostengünstiger im Unterhalt sein. Dank der Fertigung der Passagier- beziehungsweise Materialtransportkabine aus Kohlenfasern habe man markant an Gewicht einsparen können. Dies würde sich positiv auf die Betriebskosten auswirken.

Weitere Neuerungen betreffen die flexible Nutzung des Passagier- und Frachtraums: Dieser sei auch von der Heckseite her zugänglich und könne mittels grosszügigen, mannshoch zu öffnenden Türen erreicht werden. Die Umrüstung von einem Taxiflug zu einem Materialtransport sei mit wenigen Handgriffen möglich.

Neuer Name für Schweizer Werte

Im Rahmen der Einweihungsfeier wurde auch ein gut gehütetes Geheimnis gelüftet: Marenco Swisshelicopter heisst künftig nur noch «Kopter» – mit «K» statt mit «C». Damit wolle man an Schweizer Werte erinnern. Zudem sei ein solch einfacher Brand ein willkommener Gegensatz zu einer technologisch so hochkomplexen Branche.

Im Anschluss an den Event machte sich ein Teil der Besucher auf den Weg ins Glarnerland. Im Hangar des Flugplatzes Mollis wollten die Verantwortlichen noch die Bedeutung des Glarner Montage-Standortes skizzieren. In Näfels ist sodann das neu erstellte Fertigungsgebäude zu Hause.

(Marcel Vollenweider)

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