Dübendorfer sind zufrieden mit dem neuen Alterszentrum
Stadträtin Susanne Hänni (glp/GEU) brachte auf den Punkt, was sich wohl die meisten Anwesenden nach der Besichtigung des neuen Erweiterungsbaus des Alters- und Spitexzentrums Dübendorf vom Dienstag dachten: «Auch wenn ich meinen Lebensabend lieber nicht in einem Heim verbringen möchte – hier könnte ich mir die letzte Etappe vorstellen.»
Warm ist die erste Etappe des Erweiterungsbaus auf jeden Fall geraten: Der Wohnbereich lässt viel freien Platz, Räume Türen und Böden sind aus Eichenholz, manche Wände gelb gestrichen, die breite Fensterfront gewährt einen Blick aufs Glattal und für ein angenehme Akustik sorgt eine verspielt gelochte Decke.
Modern und funktional
Das Urteil der insgesamt 34 anwesenden Personen, viele von ihnen Stadt- und Gemeinderäte sowie andere Behördenvertreter, ist dementsprechend positiv. Sie loben das Ambiente, das freundlich und hell sei. Gemeinderat Paul Steiner (SVP) meint: «Es erinnert eher an ein Hotel als an ein Spital.» Stadtrat Jürgen Besmer (FDP) sagt, das Heim sei ein Projekt, bei dem «der Bewohner im Zentrum steht».
«Das Alterszentrum erinnert eher an ein Hotel als an ein Spital», Paul Steiner, SVP-Gemeinderat
Man habe eine gute Balance zwischen Modernität und Funktionalität gefunden. Dass man hier die Arbeit gut organisieren kann, zeigt sich beim Rundgang durch den vierstöckigen und 9‘728 Quadratmeter grossen Bau immer wieder. Egal, ob Küche, wo künftig 350 Mahlzeiten zubereitet werden sollen, Wäscherei, Personalgarderobe, Speisesaal oder Badezimmer mit höhenverstellbarer Badewanne – alles ist so ausgelegt, dass man sich beim Arbeiten nicht in die Quere kommt.
«Kosten im Griff»
Während die Arbeiter den Aussenbereich herrichten, halten Stadtpräsident Lothar Ziörjen (BDP) und Sozialvorstand Kurt Spillmann (SVP) ihre Ansprachen. Ziörjen spricht von einem «in die Zukunft weisenden Projekt». Der Bau sei notwendig, da das Zentrum Erneuerungsbedarf habe. Spillmann freute sich, dass seit dem Spatenstich im November 2015 keine Unfälle passiert seien und man bis jetzt die Kosten im Griff habe.
Noch vor der Abstimmung im November 2014 gab es Stimmen, die das 40-Millionen-Projekt als überdimensioniert befanden. Doch diese Kritik scheint heute der Vergangenheit anzugehören. Steiner meint, man habe mit dem zur Verfügung stehenden Budget eine optimale Lösung umgesetzt. Und selbst von Seiten der glp/GEU, die damals die kritischen Stimmen anführte, hört man beim Rundgang nichts Negatives. Zumindest ist Stadträtin Susanne Hännis persönliche Meinung: «Man hat etwas Gutes aus der Ausgangslage herausgeholt.»
Ziörjen glaubt, dass, so wie die Dinge momentan stehen, der Ergänzungsbau sogar unter dem Kredit fertiggestellt werden könne.
Die Zweite Phase des Baus beginnt im Januar. In dieser Etappe werden die Gebäude entlang der Fällandenstrasse, wo sich momentan noch Verwaltung, Küche und Wäscherei befinden, abgerissen. Einzig die zwei Gebäude für die Alterswohnungen und Pflege bleiben von der ursprünglichen Infrastruktur aus den 1960er Jahren bestehen.
Die Enten kommen zurück
Die 42 neuen Pflegezimmer des Neubaus werden aber von den Bewohnern noch nicht vollumfänglich bezogen. Wegen der Abbrucharbeiten in der zweiten Phase werden sie temporär auch von Spitex sowie Pflege- und Verwaltungspersonal benutzt. Die Haupteröffnungsfeier ist auf Mai 2019 geplant.
Der Ententeich übrigens, der manch Dübendorfer angezogen hat, ist wegen der Bauarbeiten temporär aufgehoben. Er wird aber wieder errichtet, sobald die Gartenanlage fertiggestellt ist. Voraussichtlich bis Sommer weilen die betroffenen Enten noch in einer Gartenanlage in Bülach.