Sein erster Arbeitstag am Uster Märt
Am ersten Juni wechselte der bisherige Polizeikommandant der Stadt Uster, Daniel Stein, auf den Posten des Stadtschreibers. Seither führte der bisherige Stellvertreter Christian Götz die Stadtpolizei (Stapo) Uster interimistisch. Am Freitag, 1. Dezember hat nun Andreas Baumgartner offiziell seinen neuen Posten als Stapo-Kommandant angetreten. Gerade rechtzeitig zum Uster Märt.
Andreas Baumgartner, Ihr Timing ist ideal. Sie beginnen Ihre Arbeit ausgerechnet am Uster Märt.
Ja, der Freitag, 1. Dezember war für mich absehbar. Entsprechend konnte ich mich darauf einstellen. Ich war lediglich am Rande in die Vorbereitungen involviert und liess mich im Vorfeld über die Abläufe orientieren. Aber am Uster Märt zu starten war schon eine Herausforderung. Es hat auf jeden Fall gekribbelt. Sicher mehr, als wenn ich an einem normalen Montag angefangen hätte.
Sie waren nervös?
Nein, das dann doch nicht. Christian Götz als Gesamteinsatzleiter, Anita Keller als Chefin der Verwaltungspolizei und Marktchef Rico Nett haben mit dem gesamten Korps eine super Arbeit geleistet. Ich habe mich gewissermassen in ein „gemachtes Bett“ gelegt. Am Uster Märt wirkte ich im Hintergrund und habe vor allem beobachtet. Es ist wichtig, sich zu Beginn einen Überblick zu verschaffen. Ich muss sagen, das Konzept des Uster Märt funktioniert und man kann allen Beteiligten nur ein grosses Kompliment aussprechen.
Es waren einige Personen im Einsatz.
Wir waren während den beiden Tagen mit rund 90 Einsatzkräften Tag und Nacht unterwegs und hatten Unterstützung von den Stapos aus Dübendorf, Illnau-Effretikon und der Gemeindepolizei Volketswil sowie der Kantonspolizei Zürich.
Es ist also nichts Gravierendes passiert?
Nein, es ist an den beiden Märttagen tatsächlich nichts Nennenswertes passiert. Es wurden mitunter ein paar Übertretungen gegen das Betäubungsmittelgesetz geahndet und einige Falschparker verzeigt. Aber Unfälle, Schlägereien oder gar Verhaftungen gab es keine.
War es den Leuten vielleicht zu kalt?
Das Wetter wird sicher eine gewisse Rolle gespielt haben. Es war schon ziemlich kalt. Aber wir standen in engstem Kontakt mit den im Einsatz stehenden privaten Sicherheitsfirmen, was die Zusammenarbeit enorm erleichtert hat. So konnten Stadtpolizei und Sicherheitsfirmen frühzeitig Gefahrenzonen erkennen und dann vor Ort deeskalierend eingewirken.
Jetzt waren Sie das erste Mal beruflich am Uster Märt. War das komisch?
Komisch nicht, aber zunächst einmal ungewohnt. Ich war sicher noch nie so lange am Märt. Die letzten Jahre war ich jeweils mit meiner Frau und meinem kleinen Kind da. Es drängte sich schlicht nicht auf, dass wir länger am Märt verweilten. Ausserdem geht man beruflich mit einem ganz anderen Blick und natürlich einer ganz anderen Einstellung durch das Marktgelände. Man sieht jedes Detail, zum Beispiel wenn ein Fahrzeug irgendwo steht, wo es nicht sein sollte, oder ein Marktstand verändert wird. Ich habe den Uster Märt aus einer völlig neuen Perspektive kennengelernt und freue mich auf die nächsten Jahre zusammen mit meinem Einsatzteam.