Aus «Gschwellti» wird Rösti: Gemeinde gibt Umwelttipps
Neben Veranstaltungsterminen und der Einladung zur Gemeindeversammlung stach Anfang November ein Hinweis auf der Startseite der Gemeinde Dürnten heraus. Betitelt mit «Umwelttipp Food Waste» schien er so gar nicht zu den üblichen Meldungen auf der Gemeindewebseite zu passen. Der Klick auf den Link führte auf ein separates Blatt mit Informationen und Rezeptideen gegen Lebensmittelverschwendung.
Lebensmittel im Abfall
In der Schweiz würden jährlich 300 Kilogramm einwandfreie Lebensmittel pro Person in den Abfall wandern, steht unter anderem im kurzen Text. Aussagen wie «Auch Resten von gestern lassen sich zu einer leckeren neuen Mahlzeit auffrischen», oder: «In der Bratpfanne werden ‹Gschwellti› zu Bratkartoffeln oder Rösti und Gemüse und Reis zu einem asiatischen Fried Rice» fordern den Leser zu einem bewussteren Umgang mit Essen auf. Auch im neusten Newsletter der Gemeinde ist der Hinweis zu finden.
«Das sind nützliche Informationen, die die Bevölkerung ansprechen sollen»
Lukas Schollenberger, Abteilungsleiter Schutz und Sicherheit
«Das sind nützliche Informationen, die die Bevölkerung ansprechen sollen», sagt Lukas Schollenberger, Abteilungsleiter Schutz und Sicherheit der Gemeinde Dürnten. «Wir wurden von der Stiftung Pusch, die sich für den Umweltschutz in der Schweiz einsetzt, angefragt, ob wir Interesse an ihren Umwelttipps haben.»
Umwelttipps für 340 Franken
Die Schweizer Stiftung Pusch unterstützt Gemeinden, Schulen und Unternehmen mit praxisnahem Wissen und konkreten Handlungshilfen bei der Lösung von Umweltaufgaben. Die Gemeinde Dürnten macht nun in Form eines einjährigen Abonnements des Pusch-Newsletters Gebrauch von dieser Dienstleistung. Kostenpunkt für vier Newsletter mit insgesamt 24 Umwelttipps: 340 Franken.
Für Schollenberger gut investiertes Geld: «Die Tipps drehen sich nicht nur um Lebensmittelverschwendung, sondern behandeln diverse Alltagsthemen. So zum Beispiel, was man mit seinem alten Handy machen kann.» Das sei ein neuer Ansatz und liefere bestimmt dem einen oder andern einen Denkanstoss.
«Wir wollen ein bis zwei Mal im Monat einen Umwelttipp auf die Webseite schalten und in unserem monatlichen Newsletter publizieren.» Zudem lege man das Blatt auch im Gemeindehaus beim Informationsständer auf.
Test für ein Jahr
Ob die Gemeinde künftig fest auf die Umwelttipps setzten wird, ist noch offen. «Wir werden das Angebot nun ein Jahr lang nutzen und testen. Je nach Feedback der Dürntner werden wir dann entscheiden, ob es weitergeht», sagt Schollenberger.
Der Umwelttipp findet sich derzeit auf der Dürntner Gemeindewebseite unter der Rubrik Aktuelles.