Politik

Mit Velo in 99 Stunden von Zürich nach Moskau

In nur zehn Tagen von Zürich nach Moskau – Ernährungsdiagnostiker Jürg Hösli aus Winterthur hat am eigenen Beispiel gezeigt, wozu ein Hobbysportler fähig ist.

Geschafft – nach 99 Stunden Fahrt auf dem Rennvelo erreichte der Winterthurer Jürg Hösli Moskau. (Bild: zvg)

Mit Velo in 99 Stunden von Zürich nach Moskau

Nach rund 100 Stunden auf dem Rennrad hat er es geschafft. Jürg Hösli steht auf dem Roten Platz in Moskau und ist glücklich. 2700 Kilometer hat der Winterthurer Ernährungsdiagnostiker in die Pedalen seines Rennrads gedrückt.

In Zürich gestartet, ging es zusammen mit zwei Begleitfahrzeugen und einer sechsköpfigen Crew durch Deutschland nach Polen, von dort aus über Litauen, Lettland tief in die russische Landschaft bis in die Hauptstadt des riesigen Landes.

Viele Eindrücke auf der Reise gesammelt

Die Fahrt war geprägt von vielen wunderbaren Eindrücken, der Natur, vielen freundlichen Menschen mit völlig unterschiedlichen Kulturen, aber auch vom Wetter, kräftezehrendem Gegenwind, vielen Überraschungen, gefährlich nahen LKWs, schwierigen Strassenbelägen und so manchen Kuriositäten.

Eindrücke von Jürg Höslis beeindruckenden Leistung (Quelle: Facebook):

Vor allem die letzte Etappe in Richtung Moskau forderte Jürg Hösli noch einmal alles ab. «Da siehst du nur noch Asphalt, folgst der Linie, die dich Richtung Moskau führt, nimmst nichts mehr von der Umgebung wahr, ausser den Gerüchen und Geräuschen. Du riechst den alten Diesel der Fahrzeuge oder wenn du Glück hast, auch mal den Geruch von frisch gefälltem Holz auf den grossen Schwertransportern», so der Winterthurer. Er habe sich in einer Art Trance-Zustand befunden, in dem nur noch wenige Gedanken im Kopf herumkreisen.

Menschen sollen sich regelmässig bewegen

Mit seiner aussergewöhnlichen Aktion will Jürg Hösli andere Menschen dazu animieren, sich mehr mit ihrem Körper auseinanderzusetzen. «Es besteht Handlungsbedarf. Immer weniger Menschen bewegen sich regelmässig und sind so mental nicht für die Herausforderungen des zunehmend digitalisierten Alltags gerüstet.» Die Folgen seien Stress und negative Faktoren in Job und Alltag.

Der Winterthurer will sich nun nicht auf die faule Haut legen. Für ihn gilt: Nach der Tour ist vor der dem nächsten Projekt. Und so lesen die zahlreichen Follower auf Jürg Höslis Facebook-Seiten bereits kurz nach der Ankunft in Moskau «Project done. Next?!». (red)

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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