Winterthurer gestaltet «10vor10» auf SRF mit
Im Rahmen seines Publikumprogramms «Hallo SRF!» möchte das Medienunternehmen die Öffentlichkeit in sein Schaffen einbinden, Fragen beantworten und Kritik entgegennehmen. Seit Montag bis und mit Freitag können Interessierte aktiv Sendungen in Redaktionen mitgestalten.
Laut dem Unternehmen haben sich fast 1200 Personen beworben, nur 50 wurden aber schlussendlich für die Teilnahme auserwählt. Einer davon ist Marco Schnurrenberger aus Winterthur. Der 23-Jährige studiert Wirtschaft und Politik an der ZHAW und ist deshalb an gesellschaftlichen wie auch politischen Themen interessiert.
Eigenes Beitragsthema umgesetzt
«Wie bei einer gewöhnlichen Stellenbewerbung wurde zur Rekrutierung ein Gespräch durchgeführt», erzählt Marco Schnurrenberger. Auch einen Eignungstest hätte er zusätzlich absolvieren müssen, damit das SRF nach gewissen Kriterien die am besten geeigneten Kandidaten für das Programm herausfiltern konnte.
Nun darf er zusammen mit zwei anderen Auserwählten das Nachrichtenformat «10vor10» mitgestalten. Weil Beiträge für diese Sendung etwas umfassender sind, dauert bei ihm das Programm sogar zwei Wochen. «Ich konnte am ersten Tag letzte Woche einen eigenen Themenschwerpunkt einbringen, für den wir dann ein Konzept entwarfen und ihn nun diese Woche in einem Beitrag umsetzen», so der Student. Zur Angelegenheit «Ausgesteuerte in der Schweiz» darf er selbst recherchieren und Interviews durchführen. Begleitet von einem SRF-Produzent natürlich.
Interessant bis ins kleinste Detail
«Am meisten hat mich beeindruckt, wie viel Detailarbeit ein solcher Beitrag erfordert. Das sieht man als Fernsehzuschauer alles nicht», sagt Schnurrenberger, der neben seinem Studium selbst für die NZZ-Gruppe tätig ist. Auch die Professionalität und Unabhängigkeit, die das SRF bei der Realisierung kontroverser Beiträge wahre, habe ihm gefallen.
Der Aufwand sei es Wert, auch wenn er dafür eine Woche lang seine Vorlesungen habe sausen lassen müssen: «Unabhängig davon, ob ich nach meinem Studium in diesem Bereich arbeiten werde, ist es eine enorm spannende Erfahrung, zu einem solchen Format etwas beitragen zu können.» Am Freitagabend gehe sein Beitrag dann auf Sendung. Zuvor würden die besten Momente der Publikumswoche in einem «Making-of» zusammengefasst. «Ich freue mich auf das Resultat», so Schnurrenberger.