Politik

Erik Hämmerli: «Das habe ich nicht bestellt»

Die Gossauerin Ruth kochte gut bei «Swissdinner». Darin waren sich die Gäste einig. Leider auch darin, dass sie nicht das Menü gemacht hatte, das ihr vorgegeben worden war.

Die Milke ist Kalbszitzenfleisch. Das begeistert nicht alle. (Bild: Screenshot Tele Züri), Ihren Braten lässt Ruth eineinhalb Stunden im Ofen. (Bild: Screenshot Tele Züri), Das Schlusswerk kommt an, auch wenn es die Gäste eher an Roastbeef als an ein Entrecôte erinnert. (Bild: Screenshot Tele Züri), Das Entrecôte beziehungsweise Roastbeef des Anstosses. (Bild: Screenshot Tele Züri), Erik Hämmerli würde das Fleisch in einem Restaurant sogar zurückgehen lassen. (Bild: Screenshot Tele Züri), Die Pommes schmecken zwar, sind Alois aber zu wenig «flauschig». Ausserdem will er sie mit den Fingern essen können. (Bild: Screenshot Tele Züri), Das Frozen Yoghurt beim Dessert überzeugt wieder alle. (Bild: Screenshot Tele Züri), Das Menü wird von einem leckeren Wein begleitet. (Bild: Screenshot Tele Züri), Die glückliche Siegerin Carmen wird beklatscht. (Bild: Screenshot Tele Züri)

Erik Hämmerli: «Das habe ich nicht bestellt»

Am Samstagabend kochte die Gossauerin Ruth bei «Swissdinner». Es war das letzte Dinner in dieser Runde und damit auch das Entscheidungsdinner.

Die 70-jährige leidenschaftliche Porzellanbemalerin bekam ein Thurgauer Menü vorgelegt:

Zur Vorspeise sollte es eine Thurgauer Riesling-Schaumsuppe mit Blätterteigkäsestange geben. Dann folgte ein Entrecôte, welches mit Café de Paris überbacken sowie mit Pommes Frites und zweierlei Rüebli ergänzt sein sollte. Als Dessert sollte eine Apfeltarte mit Zimtrahm folgen.

Die Tarte hatte Ruth schon im Vorfeld vorbereitet, um weniger Stress zu haben. Frisch möchte sie dann nur noch den Zimtrahm dazu machen. Als Erstes widmete sie sich am Kochtag dann dem Braten, «denn der muss eineinhalb Stunden im Ofen sein», erklärte sie. Dann bereitete sie die restlichen Speisen zu.

Die Gäste treffen ein. Sie fühlen sich sehr wohl bei Ruth. Zur Schaumsuppe gibt es von Ruth noch ein Supplement dazu: Milke heissen die kleinen Fleischnocken, die aus der Kalbszitze stammen. Alois, von dem das Menü stammt, möchte die Milke nicht probieren. Er esse grundsätzlich keine Innereien. Regula aus Egg ist ein bisschen enttäuscht, weil der Blätterteig gekauft ist. Ruth hingegen findet, heute mache niemand mehr Blätterteig selbst. Die Suppe begeistert dafür.

Dies ist die Milke:

Auch bei der Hauptspeise ist Ruth das eigentliche Dinner zu langweilig. Sie macht kurzerhand noch ein Petersilienwurzelpüree dazu. Ausserdem schneidet sie ihr Fleisch so dünn, dass die Gäste finden, es sei eher Roastbeef als Entrecôte.

Das kommt bei den Gästen nicht gut an. Carmen aus Zürich findet: «Das ist kein Entrecôte.» Koch Erik Hämmerli hat sogar noch härtere Worte für das, was auf seinem Teller liegt. «In einem Restaurant würde ich das zurückgehen lassen. Das habe ich nicht bestellt», sagt er.

Alois lobt dafür die braune Sauce, die Ruth gezaubert hat.

Bei den Pommes nachher muss er aber wieder motzen. Sie seien zu wenig «flauschig», zu wenig «crunchy». Der Geschmack sei jedoch gut. «Aber Pommes muss man mit den Fingern essen können», so Alois' Regel.

Auch beim Dessert pimpt Ruth den Menüplan auf. Zu der Tarte und dem Zimtrahm gibt es ein aphrodisierendes Frozen Yoghurt mit Tonkabohnen. Diese sorgen bei den Gästen für richtige Begeisterung. Alois wünscht, an den Bohnen riechen zu dürfen, und verkündet, dass ihn diese an sein Waschmittel erinnerten.

Regulas Urteil zum Dessert: Absolut top!

Dann folgt die Urteilsverkündung. Alois hat das Gefühl, aufgrund seines Geschlechts schlechter bewertet worden zu sein. Erik Hämmerli vergibt trotzdem nur an alle Frauen einen Zusatzpunkt. Somit siegte am Ende die jüngste Köchin Carmen aus Zürich. Sie freut sich natürlich, bleibt aber fair. «Ich habe heute Abend viel gelernt bei Ruth, sie hat viel Erfahrung», lobt sie ihre Gastgeberin.

 

 

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.