Politik

«Gefährliche Situationen» beim Schützenhaus Luckhausen

Schützen, die die Schiessanlage bei Luckhausen nutzen, wollen, dass bei der Schiessanlage Luckhausen Tempo 50 statt Tempo 80 gilt. Die aktuelle Situation sei gefährlich.

Martin Schmid, Peter Vollenweider und Markus Burri (von links) wollen, dass Autofahrer beim Schützenhaus an der Luckhauserstrasse nur noch 50 fahren dürfen. (Bild: Christian Merz)

«Gefährliche Situationen» beim Schützenhaus Luckhausen

Die Schützen von Ottikon und Illnau-Effretikon sind besorgt: Viele Autos auf der Luckhauserstrasse, die an ihrem Schützenhaus nahe der gleichnamigen Aussenwacht vorbeiführt, fahren für ihren Geschmack zu schnell. «Auch wenn sie die Tempolimite von 80 Kilometern pro Stunde einhalten», sagt Martin Schmid, der Präsident des Schützenvereins Ottikon.

«Brenzlige Situationen»

Besonders gefährlich sei die Situation während Anlässen in der Schiessanlage, sagt auch Peter Vollenweider, Präsident des Schützenvereins Illnau-Effretikon. Dann stehen Festzelte nahe der Strasse, Kinder spielen, und auf dem Vorplatz sind die Autos dicht aneinander parkiert. «Es kommt oft zu brenzligen Situationen», so Vollenweider, vor allem, wenn die Autofahrer rückwärts auf die Luckhauserstrasse ausparkierten.

Der Landwirt Markus Burri aus First ist ebenfalls Schütze. Passiert sei zwar noch nie etwas, sagt er. «Aber es ist besser, präventiv zu handeln.»

Die Schützen haben einen Lösungsvorschlag: Sie wollen, dass die 50er-Zone, die in Luckhausen beginnt, um etwa 200 Meter erweitert wird und auch das Schützenhaus mit einschliesst. «Die Signalisation beim Dorfeingang macht keinen Sinn. 20 Meter später kommt ohnehin ein Stopp-Signal», sagt Vollenweider. Der BDP-Gemeinderat hat die Fragestunde an der letzten Parlamentssitzung genutzt, um den Stadtrat für eine Lösung anzufragen.

Sicherheitsvorsteherin Salome Wyss zeigt Verständnis. «Wir werden das Anliegen mit der verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei anschauen», sagt sie. Denn die Stadt könne zwar einen Antrag für die Änderung der Signalisation stellen, die Polizei entscheide aber darüber. Wyss kann sich auch temporäre Alternativen vorstellen.

Einbahnregime bei Anlässen

Eine solche Alternative wird bei Grossanlässen im Schützenhaus jetzt schon angewandt, wie Markus Burri sagt: «Dann gilt für die Luckhauserstrasse ein Einbahnregime. Das ist aber bewilligungspflichtig.» Deshalb stellen die Schützenvereine bei kleineren Veranstaltungen Warndreiecke auf.

Vollenweider ist überzeugt, dass man die Signalisation rechtlich ohne Probleme verschieben kann. In Ottikon sei das auch möglich gewesen, sagt er. Dort wurde die 50er-Zone vor ungefähr zwei Jahren 100 Meter weg vom Dorfeingang bis vor die «Sagi» versetzt.

Mehr Kontrollen durchführen

An dieser Verschiebung beteiligt war Heinz Wegmann. Der Ottiker kennt die Verkehrssituation in der Gegend rund um Luckhausen. «Dort rasen die Autofahrer regelrecht. Die in Luckhausen tun mir leid.» Seiner Meinung nach sollten die Behörden in der Aussenwacht eine 30er-Zone einrichten. Für Wegmann gibt es nur eine Lösung, die helfen würde. «Die Polizei muss mehr Geschwindigkeitskontrollen durchführen.»

Dem hält Wyss entgegen, dass die Stadtpolizei maximal 150 Stunden pro Jahr für Kontrollen aufwende. «Da bleiben pro Woche etwa drei Stunden für die ganze Gemeinde. Das ist nicht viel», sagt sie. Ausserdem habe eine Kontrolle an der Luckhauserstrasse letztes Jahr keine Übertretungen ergeben. «Man kann nicht sagen, dass dort generell gerast werde.»

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