Politik

TV-Restauranttester Bumann hilft dem Team von «Leemanns Traube»

Der bekannte TV-Restauranttester Daniel Bumann griff dem Team von «Leemanns Traube» in Rutschwil unter die Arme. Die Sendung wird voraussichtlich im März auf 3+ ausgestrahlt.

Koch Ramon Waser, Inhaber Stefan Leemann und Daniel Bumann (v. l.) optimierten gemeinsam das Pastetli-Restaurant Leemanns Traube in Rutschwil. (Bild: Christian Saggese)

TV-Restauranttester Bumann hilft dem Team von «Leemanns Traube»

«Ein Restaurant, das sich auf Pastetli fokussiert – das gibt es meines Wissens noch nicht.» Spitzenkoch Daniel Bumann zeigte sich letzte Woche beeindruckt vom Konzept des Restaurants Leemanns Traube in Rutschwil, nahe Winterthur.  Während vier Tagen wurde dort eine neue Folge von «Bumann, der Restauranttester» gedreht, die voraussichtlich im März auf 3+ ausgestrahlt wird.

Daniel Bumann wurde von Inhaber Stefan Leemann um Hilfe gebeten. Aber nicht aufgrund finanzieller Nöte, wie es bei der TV-Sendung oft der Fall ist. Schliesslich betreiben die Leemanns mit der Rebe in Neftenbach bereits ein sehr erfolgreiches Restaurant. Der Grund war, wie Stefan Leemann sagt, «dass wir diese neue Gaststätte Anfang September eröffnet haben. Und wir wollen von Beginn weg das bestmögliche Resultat mit unserem Pastetli-Konzept erzielen. Da ist es hilfreich, einen Profi wie Dani an unserer Seite zu haben.»

Eine Geste, die der Walliser Koch mit derzeit 18 Gault-Millau-Punkten sehr schätzt: «In vielen Fällen soll ich Restaurants helfen, die bereits tief in den roten Zahlen stecken und kaum noch eine Überlebenschance haben. Da kann ich keine Wunder bewirken. Der Fall Leemann zeigt aber perfekt auf, dass man auch als erfolgreicher Wirt keine Angst haben sollte, um Rat zu fragen, und zwar bevor man in einer Misere steckt.»

Nervös wie ein Neuling

Stefan Leemann erinnert sich noch bestens an jene Minuten, als überraschend die TV-Crew in seinem Lokal stand. «Das Adrenalin steigt an, man ist auch trotz langjähriger Erfahrung plötzlich nervös wie ein Neuling.» Schliesslich wolle man einem Spitzenkoch wie Daniel Bumann beweisen, dass man alles im Griff habe. «Dem war aber nicht so», gibt er leicht verlegen zu. Daniel Bumann konkretisiert: «Das Essen wurde kalt serviert, und es fehlte personell an einer klar erkennbaren Struktur.» Dennoch seien die Leemanns und ihre Mitarbeiter dermassen motiviert und herzhaft gewesen, dass der Spitzenkoch gerne geholfen habe.

Positives Fazit beim Wiederbesuch

Während vier Tagen wurde das Personal im Oktober intensiv betreut. Letzte Woche fand der «Wiederbesuch» statt, ebenfalls ohne Vorankündigung. Einzig zwei lokale Medien hatten davon Wind gekriegt. «Das Team von Leemanns Traube hat eine sehr beeindruckende Wandlung durchgemacht», lobt Daniel Bumann, ohne ins Detail zu gehen. «Mehr dazu ist dann in der Sendung zu sehen.»
Stefan Leemann selbst bereut die Teilnahme bei der «3+»-Sendung nicht: «Wir konnten uns qualitativ nochmals steigern.»

Und auch Daniel Bumann glaubt an den langfristigen Erfolg des Traube-Teams, «schliesslich haben wir als Kinder doch fast alle Pastetli geliebt. Warum also nicht einmal wieder geniessen, umrahmt von einem guten Service?» Mit der Zeit könne man sich noch überlegen, «den Namen des Lokals zu ändern, damit die Pastetli noch besser zur Geltung kommen.»

Auch hinter der Kamera eine Unterstützung

Wer übrigens glaubt, dass sich Daniel Bumann, Inhaber des Restaurants Chesa Pirani in La Punt bei St. Moritz, nur vor der Kamera für die Hilfesuchenden interessiert, irrt sich: Auch nachdem die Kameras abgeschalten waren, gab der Spitzenkoch noch weiter Tipps, um dem nun zu erwartenden Ansturm gerecht zu werden. «Ich nehme solch positive Erinnerungen mit nach Hause, dass ich mir auch vorstellen könnte, wieder einmal privat nach Rutschwil zu kommen», verrät er.

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