Gesellschaft

Aktuelle Musik- und DVD-Tipps

Ennio Morricone's "Jubilee" gibt es als CD und Vinyl im Handel., Mireille Mathieu Chante Ennio Morricone, Tribut-CD "Und so blybt no sys Lied" zum 80. Geburtstag von Mani Matter, Musikhörbuch CD von Richard Köchli "Dem Blues auf den Fersen", "Niedecken's BAP - Beliebestes Lieder" in verschiedenen Ausgaben, DVD "Dirty Grandpa" mit Robert De Niro und Zac Efron

Aktuelle Musik- und DVD-Tipps

CD-Tipps

Ennio Morricone – Jubilee (Milan)

Ennio Morricone vorzustellen erübrigt sich wahrscheinlich. Der grösste Filmkomponist aller Zeiten. Der Mann, der Filmmusik zur wahren Kunstform gemacht hat und klassische sowie zeitgenössische Musik für’s grosse Kino vereinte. Ob für Sergio Leones Italo-Western oder zeitlose Filme wie «Spiel mir das Lied vom Tod», «Der Clan der Sizilianer», «The Mission», «Lolita», «Der Profi»  oder der neueste Film von Quentin Tarantino «The Hateful Eight», – Ennio Morricone hat im Laufe der Jahre als Filmkomponist viele Kult-Soundtracks abgeliefert. Legendäre Melodien und brillante Orchestrierung, ist das, was sein aktuellstes Album «Jubilee» Album ausmacht. Und dies nach über 60 Jahren Musikkarriere! Wer den 87-jährigen Morricone live mit grossem Orchester erleben möchte, hat am 5. März 2017 nochmals im Hallenstadion Zürich die Möglichkeit.

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züriost verlost je eine Ausgabe von Ennio Morricone’s «Jubilee» als CD wie auch als Vinylausgabe. Zudem verlost züriost in Zusammenarbeit mit Act Entertainment 3 x 2 Tickets für das Konzert von Ennio Morricone am 5. März im Hallenstadion Zürich . Machen Sie mit unter Kennwort «Ennio Morricone» sowie der Angabe Ihrer Adressdaten und Angabe ob Sie lieber die CD oder die Vinylausgabe möchten oder 2 Konzerttickets unter wettbewerb@zueriost.ch – wir wünschen viel Glück!

Mireille Mathieu Chante Ennio Morricone (Sony Music)

1974 beschritt die «Reine von der Seine einen bis dahin schier undenkbaren Weg: Sie produzierte in Rom unter der Leitung von Ennio Morricone diese nun neuerlich wiederveröffentlichte Langspielplatte, die weltweit erschien und die Fachwelt in grösstes Erstaunen versetzte. So mancher Kritiker, der der Mathieu zwar eine grosse Stimme attestierte, jedoch angesichts ihrer Ausflüge in die «Niederungen» des Schlagers von «leider ungenutzten Möglickeiten» sprach bzw. schrieb, sah sich gezwungen, seine Vorurteile über Bord zu werfen: Nie zuvor sang die Mathieu so intensiv, zog sie alle Register ihrer künstlerischen Fähigkeiten wie während dieser kongenialen Zusammenarbeit mit dem lange als unsingbar geltenden Ennio Morricone. Ihre Stimme variiert zwischen grösstmöglichem, schon beinahe überirdisch erscheinendem Volumen wie in «Un jour tu reviendras», besingt leise sehnend den Wartezustand auf den Geliebten in «J oublie la pluie et le soleil», wird einem Tornado gleichend kraftvoll in «La donna madre», verharrt wunderbar phrasierend in «Je me souviens» – jeder, wirklich jeder Titel ist ein Meisterwerk, ein zeitloser, unvergänglicher Diamant.

1998 erstmals als CD, jedoch lediglich mit «billigem» Faltblättchen, auf den weltweiten Markt zurückgekommen, erfährt dieses Juwel nun als aufwändig gestaltetes, eng am Original angelehntes Digipak mit vielen Informationen und ebenso zahlreichen, teils bisher unveröffentlichen Fotos eine auch soundtechnisch fantastisch wohlverdiente Re-Renaissance, die wohl nicht nur bei mir keinerlei Wünsche mehr offenlässt – gerade auch aus dem Grund heraus, da sie die vier bisher lediglich auf kaum noch aufzutreibenden Singles Anfang der 1970er Jahre veröffentlichten Morricone-Titel der Mathieu als Boni enthält. Somit ist die Werkschau der fruchtbaren Zusammenarbeit der hochtalentierten Französin mit dem keineswegs minderbegabten italienischen Klangmeister komplett.

«Mireille Mathieu singt Ennio Morricone» kann ohne jegliche Übertreibung als überragendes Meisterwerk bezeichnet werden, das alle Moden überdauerte und weiterhin überdauern wird. (Ulrich Groh)

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Mani Matter – Und so blybt no sys Lied (Zytglogge Verlag)

Am 4. August 2016 wäre Mani Matter 80 Jahre alt geworden. Um das Jubiläumsjahr zu feiern, lanciert der Zytglogge Verlag eine Compilation mit neuen Interpretationen von Matters Chansons. Auf der CD «Und so blybt no sys Lied» ist zu entdecken, wie Schweizer Musikerinnen und Musiker mit aktuellen musikalischen Einflüssen die Texte Mani Matters neu beleben. So sind Versionen von R&B bis Minimal-Techno, von Pop bis Indie zu hören. Lassen sie sich überraschen, von den neuen Interpretationen u.a. von Lo und Leduc, Noti Wümié, Evelinn Trouble oder Jeans for Jesus. Auch Übersetzungen und unveröffentliche Songfragmente fliessen ein.

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Richard Koechli – Dem Blues auf den Fersen (Hörbuch; Fontastix)

Was geschah wirklich damals, bei Robert Johnson & Co.? Hände weg von alten Klischees! Hier wird sie neu erzählt – die Geschichte des Blues …

Fred Loosli, ein Gitarrist und Sänger aus dem Nordwesten der USA, sucht seit Jahren nach dem Geheimnis des Blues. Akkorde, Tonleitern und Namen berühmter Musiker kennt er haufenweise. Das alleine würde ihm schon bald nicht mehr genügen, denn in wenigen Wochen muss er sich auf einer renommierten Konzertbühne beweisen. Ausgerechnet jetzt aber scheinen seine Inspiration und sein Mut sich verkriechen zu wollen. So geht das nicht!

Fred muss den Dingen auf den Grund, er muss ihn finden, den sagenumwobenen «Mojo» der grossen Bluesmeister. Er bricht auf zu den Tempeln der afroamerikanischen Musikseele, nimmt den Schweizer Musiker und Buchautor Richard Koechli mit auf seine Expedition – und provoziert so ein skurriles Gedanken-Abenteuer. Die beiden verwickeln sich in hitzige Debatten, begegnen allerhand Stars der Blues- und Rockgeschichte – und werden am Schluss im Traum von der legendärsten aller Bluesgestalten heimgesucht, von Robert Johnson.

Die Reise beantwortet nicht sämtliche Fragen, bringt aber auf tiefsinnige wie humorvolle Weise neuen Schub in die alte Diskussion, was denn nun wirklich passierte damals, in Mississippi; ob der Teufel beim Blues eine Rolle spielt – und wie man dem Zauber dieser Kunst auch ohne Hochschulbesuch und instrumentalen Spitzensport auf die Schliche kommt. Verschroben, voller leichtfüssiger Poesie und historischer Präzision, verströmt Looslis Geschichte immer den einen Duft: die grenzenlose Faszination der Musik! Inzwischen ist die Geschichte auch in einer Musikhörbuch-Version erschienen.

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Niedecken’s BAP – Die beliebtesten Lieder (Universal)

Ende März wurde Wolfgang Niedecken 65 Jahre alt. Der Kölner Musiker zeigt sich in diesem Jahr von seiner aktivsten Seite. Anfang des Jahres veröffentlichte er das 18. Studioalbum der Band. Es war ein gelungener Auftakt zum 40. Jubiläumsjahr der 1976 gegründeten Band. 40 Jahre, ein willkommener Anlass, um mit einem Album der beliebtesten Lieder Rückschau zu halten und diese auf einer grossen Jubiläumstournee live darzubieten. Wie gut die Songs von Wolfgang Niedecken sind, konnte man sich auch im April in der preisgekrönten TV-Show «Sing meinen Song – Das Tauschkonzert» überzeugen, bei der Wolfgang Niedecken mit von der Partie war. Unlängst erschien die Karriere-Retrospektive «Die beliebtesten Lieder 1976- 2016». Die Standardausgabe besteht aus einer Doppel-CD (respektive zwei Doppel-Vinylausgaben) mit insgesamt 30 Songs von Wahnsinn (1976) bis «Alles relativ» (2016). Die 3CD Deluxe-Version enthält auf CD3 etliche Coverversionen, darunter Songs von Bob Dylan, Leonard Cohen und Bruce Springsteen. Die auf 3.000 Exemplare limitierte Fan Box enthält die Deluxe Edition, eine 7inch der ersten Single, zwei Schnapsgläser, eine Fahne, Aufnäher u.v.m.

Wolfgang Niedecken spielt mit BAP am 6.11. im Rhypark in Basel sowie am 7.11. im Volkshaus in Zürich – Tickets bestellen – hier

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DVD-Tipp

Dirty Grandpa (Constantin Video)

Nach dem Tod seiner Frau glaubt der Witwer Dick (Robert De Niro), dass nun ganz im Sinne der Verstorbenen die Zeit gekommen ist, noch einmal so richtig die Sau rauszulassen. Um einen draufzumachen, lockt er seinen Enkel unter einem Vorwand nach Florida. Der spiessige Jason (Zac Efron) kann kaum fassen, dass er seinen Grossvater nur wenige Tage vor der Hochzeit mit Meredith im pinken Schlitten seiner Verlobten zum Spring Break nach Daytona chauffiert, nachdem es an einer Raststätte zwischen Dick und dem Partygirl Lenore gehörig gefunkt hat. Auf dem Trip kommen sich Grossvater und Enkel unerwartet näher und inmitten von Partys, Schlägereien und Flirts steht Jason plötzlich vor der Frage, ob die Ehe mit der biederen Meredith wirklich das ist, was er will.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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