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15-jährige Turbenthalerin sammelt Geld für Pony-Club

Um ihrer Reitlehrerin und deren Ponyhof in der Coronakrise zu helfen, organisiert Jennifer Truniger eine Spendenaktion. Das birgt spezielle Herausforderungen.

Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit sammelt Jennifer Truniger Geld für den Pony-Club «Bonnie Ponies» in Wila., Seit 5 Jahren reitet sie bei «Bonnie Ponies» in Wila.

PD

15-jährige Turbenthalerin sammelt Geld für Pony-Club

Jennifer Truniger besucht die 3. Sekundarschule im Schulhaus Breiti in Turbenthal. Wie all ihre Klassenkolleginnen und -kollegen muss sie in ihrem letzten Oberstufenjahr ein Abschlussprojekt durchführen.

Die 15-Jährige hat sich nun dazu entschieden, in ihrer Projektarbeit eine Spendenaktion für den Pony-Club «Bonnie Ponies» in Wila auf die Beine zu stellen. Dort reitet sie selbst seit 5 Jahren und nimmt regelmässig an Turnieren teil. «Aufgrund der Coronakrise können zurzeit keine Reitstunden durchgeführt werden und meine Reitlehrerin hat keine Einnahmen. Ich will verhindern, dass sie deshalb ein Pony verkaufen muss.»

Ohne sozialen Kontakt

Die Schule hat Trunigers Projekt akzeptiert, jedoch unter einer Auflage: Sie muss ihre Spendenaktion ohne sozialen Kontakt durchführen. Das heisst, ein Kuchenverkauf ist beispielsweise nicht möglich. Doch die 15-Jährige hat einen anderen Plan gefasst: «Ich habe ein Video erstellt und auf dem Instagramkanal des «Team Bonnie Ponies» veröffentlicht.»

Nun hofft Truniger, dass dieser Spendenaufruf oft in den sozialen Medien geteilt wird und viele Personen für «Bonnie Ponies» spenden. Für diese Aktion hat sie zusammen mit ihrer Mutter extra ein eigenes Konto eröffnet. Ein genaues Spendenziel hat sie aber nicht.

Keine Kurzarbeit für Ponys

Pia Stettler, Besitzerin von «Bonnie Ponies», ist über die Spendenaktion ihrer Reitschülerin erfreut. Sie ist froh um jeden Betrag: «Denn meine 12 Ponys fressen auch in der Corona-Krise. Und Kurzarbeit kann ich für sie nicht beantragen.»

Ein Pony zu verkaufen, ist das Letzte, was ich will. Aber niemand weiss, was noch kommen wird.
Pia Stettler, Besitzerin von «Bonnie Ponies»

Für Stettler kommt der Lockdown zur dümmsten Zeit. Denn im Frühling kommen normalerweise viele neue Reitschüler. Immerhin kann sie in dieser Zeit auf die Solidarität von Eltern ihrer bisherigen Schülerinnen zählen: «Viele haben sich bereiterklärt,  ihre Beiträge weiter zu bezahlen, auch wenn keine Reitstunden stattfinden.»

Loch von 5500 Franken

Doch selbst wenn alle weiter bezahlen würden, rechnet Pia Stettler mit einem Verlust von rund 5500 Franken bis Ende Mai. «Zurzeit habe ich noch kleine Reserven. Ein Pony zu verkaufen, ist das Letzte, was ich will. Aber niemand weiss, was noch kommen wird.»

Truniger hofft, mit ihrer Spendenaktion einen Teil dieses Verlusts auffangen zu können. Die Sammlung dauert bis Ende Mai. Voraussichtlich Anfang Juni präsentiert sie dann ihr Projekt in der Schule und muss eine Dokumentation darüber abgeben.

 

Der Spendenaufruf auf Instagram

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