Politik

Bauarena: Mittel gegen die gefühlte Leere

Mit einer Neuausrichtung will die Bauarena für mehr Betrieb sorgen. Die Betreiber greifen zu deutlichen Massnahmen, wollen aber am Geschäftsmodell festhalten.

Bauarena: Mittel gegen die gefühlte Leere

Vor fünf Jahren erstellte die Bauarena an der Volketswiler Industriestrasse ihren Neubau. Mit dem Kundenaufkommen zeigten sich die Investorin Swisscanto, aber auch die Mieter zuletzt nicht immer zufrieden, wie es in der jüngsten Mitteilung der Bauarena heisst (wir berichteten). Das Unternehmen will deshalb mit dem «Konzept Bauarena 2.0» die Attraktivität steigern und die Besucherfrequenzen erhöhen. Mit der Neuausrichtung hat Rolf Hiestand die Leitung der Geschäfte übernommen. Mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung der Kundenzahlen habe das neue Konzept im Übrigen nichts zu tun: «Wir glauben aber, dass das Potenzial des Baucenters nicht ausgeschöpft ist und wollten nach 5 Jahren einen Marschhalt machen» so Hiestand. In der Medienmitteilung ist von tiefgreifenden Massnahmen die Rede. Hiestand relativiert. «An unserem Geschäftsmodell ändert sich gar nichts.»

Geliefert wird woander

Die Bauarena ist kein klassisches Einkaufszentrum oder Baucenter, sondern ein Ensemble an rund 200 Ausstellungsräumen von unterschiedlichen Anbietern der Branche. Bauherren oder Bauherrenvertreter stellen sich hier ihr Material zusammen, gegebenenfalls mit ihren Kunden. Die Lieferung der ausgewählten Ware erfolgt über die Lager oder Produktionsstätten der Anbieter, die sich über die ganze Schweiz verteilen.

Glaubt man Besuchern der Bauarena, machen von diesem Konzept nicht gerade viele Kunden Gebrauch. Der fünfstöckige Bau wirke oft verloren oder leer, sagen sie auf Anfrage. Hiestand ist anderer Meinung. «Es herrscht manchmal eine gefühlte Leere. Das geht vergleichbaren Anbietern aber ähnlich.» Im Vergleich mit den Einkaufszentren Volkiland oder Glatt hingegen sei das Besucheraufkommen bei der Bauarena einfach grundsätzlich tiefer. Die genaue Zahl gibt er zwar nicht preis, «sie ist aber auf dem Niveau von vergleichbaren Centern und seit der Gründung stabil geblieben.»

Für die Zukunft gehe man von jährlich rund rund 150’000 Besuchern aus. «Die Bauarena lebt aber nicht nur von der Zahl der Kunden», sagt Hiestand. «Wir verfügen auch über eine hohe Besucherqualität: Der Grossteil von ihnen hegt ein konkretes Bauvorhaben oder baut bereits, das ist uns wichtig.»

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Mittwoch, 16. Juli 2014.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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