Politik

Der schönste Naturgarten ist gesucht

Der Verein Natur-Garten-Stadt sucht die schönste Grünfläche der Eulachstadt. Bis am 8. Mai können sich Gartenbesitzende noch anmelden. Mitorganisator Patrick Fischer verrät, auf was besonders geachtet werden soll.

Funktionalität verbunden mit Ökologie und Schönheit - das machen den idealen Wettbewerbsgarten aus. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Hier ein weiteres Beispiel für einen anschaulichen Naturgarten. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Patrick Fischer, Mitorganisator des Wettbewerbs, weiss, wie ein idealer Naturgarten aussieht. (Foto: PD), Trockensteinmauern bieten wertvollen Lebensraum für kleinere Lebewesen. (Foto: Alex Borer/Bioterra), So kann ein Naturgarten aussehen. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Eine Trockenmauer und Kieswege geben bei der Bewertung Pluspunkte. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Die Vielfalt der Pflanzen ist ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung eines Gartens. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Auch Wasserflächen wirken sich positiv auf die Ökologie eines Gartens aus. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Auch solche Steinhaufen bieten Lebensraum für kleinere Lebewesen. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Naturgärten können auf unterschiedlichste Weise gestaltet werden. (Foto: Alex Borer/Bioterra), Feine Details machen den Unterschied. (Foto: Alex Borer/Bioterra)

Der schönste Naturgarten ist gesucht

Wer hat den schönsten Garten, der zugleich Funktionalität und Ökologie vereint? Der Verein Natur-Garten-Stadt möchte das in einem Wettbewerb herausfinden. Noch bis am 8. Mai können Winterthurer mit einem grünen Daumen ihre Grünfläche ins Rennen um den schönsten Naturgarten Winterthurs schicken.

Unter www.gartencheck.ch werden die Teilnehmenden durch 20 Fragen geführt, anhand dieser ermittelt wird, wo ihr Garten auf einer ökologischen Skala steht. Eine dreiköpfige Jury besucht anschliessend die vielversprechendsten Gärten und entscheidet, welche prämiert werden. Das Ziel der Aktion: die Biodiversität in der Stadt Winterthur fördern.

Patrick Fischer, Geschäftsführer vom Verein Grünwerk und Geschäftsleitungsmitglied vom Verein NaturGartenStadt, verrät wie ein idealer Wettbewerbsgarten aussieht.

Fünf Tipps zum idealen Garten

• Trockensteinmauern oder Bienenhotels würden wertvollen Lebensraum bieten. «Eidechsen oder Insekten können sich dort niederlassen», erzählt der 61-Jährige. 

• Pluspunkte gibt es für das Anpflanzen von Gemüse, Obst oder Kräutern. «Den Garten so zu nutzen, um sich selbst versorgen zu können, ist natürlich super.»

• Der Anteil und die Vielfalt von einheimischen Pflanzen sind weitere wichtige Bewertungspunkte. «Ein Schweizer Obstbaum kann zugleich auch noch Nistmöglichkeiten für Vögel bieten.» 

• «Wichtig ist, was mit den Grünabfällen geschieht», weiss Patrick Fischer. Vielen sei nicht bewusst, dass ein Kompost eine wichtige Funktion habe. Er fördere den natürlichen Stoffkreislauf. 

• Eine klar strukturierte Grünfläche könne problemlos mit ökologischen Aspekten vereint werden. «Deshalb wird bei der Bewertung auch die Gestaltung beachtet.»

Natur-Garten-Wettbewerb: Weitere Infos und Teilnahme am Wettbewerb bis am 8. Mai unter: www.gartencheck.ch

Fünf No-Gos im Naturgarten

• Wer im Einklang mit der Natur  gärtnern möchte, sollte auf versiegelte Böden verzichten. «Asphaltierte Wege sind ein negativer Aspekt bei der Bewertung», so Patrick Fischer. 

• «Exotische Pflanzen wie Palmen sind ein absolutes No-Go», erzählt der Geschäftsleiter vom Verein Grünwerk. Werden diese dann über den Winter noch beheizt, sei das die Umweltsünde schlechthin. Gerade in Steingärten sei das momentan im Trend. «Steingärten bieten aber keinen Mehrwert. Sie sind eine Ödlandschaft.»

• «Torf muss aus den Köpfen der Leute verschwinden», so der Geschäftsführer vom Verein Grünwerk. Der Abbau der getrockneten Moorerde führt erhebliche Schäden für die Umwelt mit sich. Deshalb sollte darauf geachtet werden, Erde ohne Torf zu benutzen. 

• Neophyten wie Goldruten oder Springkraut sollte man nicht pflanzen. «Verbreiten sie sich im Wald, werden sie zu Schädlingen.»

• Tuja- oder Kirschlorbeerhecken bringen auch keine Pluspunkte. «Durch Vögel werden die Pflanzen verbreitet. Ausserhalb von Gärten müssen wir sie bekämpfen.» 
 

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