Runder Geburtstag für Effretiker Shoppingcenter
Drei Tage lang feiern die Läden im Effi-Märt den runden Geburtstag ihres Einkaufszentrums. Vor genau 40 Jahren, an einem Mittwoch im April 1978, öffnete die Ladenpassage im Herzen von Effretikon zum ersten Mal ihre Tore. «Damals waren Einkaufszentren noch nicht so verbreitet. Der Effi-Märt gehörte anfangs zu den zehn umsatzstärksten Shoppingzentren der Schweiz», sagt Urs Gerth, Migros-Marktleiter und Präsident der Mietervereinigung.
Inzwischen ist die Konkurrenz viel stärker geworden. Das spüren auch viele Geschäfte hier im Effi-Märt», sagt Gerth. Online-Shopping und Einkaufstourismus ins nahe Ausland machten ihnen zu schaffen. «Gerade bei Spezialgeschäften kommen die Kunden zwar gerne, um sich beraten zu lassen, bestellen dann aber trotzdem online.»
«Ein Beliebtes Einkaufsziel»
Dennoch glaubt er an die Zukunft des Effi-Märts. «Hier in der Region sind wir nach wie vor ein beliebtes Einkaufsziel.» Das habe sicher mit der Lage zu tun. «Der Effi-Märt liegt gleich neben dem Bahnhof und ist auch sonst verkehrstechnisch gut erschlossen. Gleichzeitig sind wir weit genug von anderen Einkaufszentren entfernt, damit die Kunden nicht anderswo hingehen.» Die Besucher kämen nicht nur aus Illnau-Effretikon, sondern auch aus umliegenden Gemeinden wie Weisslingen, Volketswil oder Bassersdorf.
Zudem spiele der Mietermix eine wichtige Rolle für die Attraktivität des Zentrums. «Die Filialen von Migros, Denner und Coop als Ankermieter bieten alles für den täglichen Einkauf. Damit ziehen sie Kundschaft für die kleineren Spezialgeschäfte an.»
Treffpunkt für die Bevölkerung
Auch Stadtpräsident Ueli Müller (SP) betont die grosse Bedeutung des Effi-Märts für Illnau-Effrtetikon. «Es ist nicht nur ein wichtiges Geschäftszentrum, sondern dank der unmittelbaren Nachbarschaft zum Stadthaus, zum Jugendhaus und zum Alters- und Pflegezentrum auch ein wichtiger Treffpunkt für die Bevölkerung.» Dazu trage auch der ans Einkaufszentrum angrenzende Märtplatz bei, welcher der Stadt gehört und oft für Veranstaltungen genutzt wird.
«Ein Wermutstropfen ist, dass dort ein gemütlicher Treffpunkt verloren gegangen ist, seit das Café Huwyler vor fünf Jahren zu machen musste.» Der Effi-Märt werde hoffentlich auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Stadt spielen wird, sagt Müller. «Mit der geplanten Zentrumsentwicklung im Rahmen des Masterplans Bahnhof West wird sich in der Umgebung einiges verändern.» Die Entwicklung macht auch vor dem Effi-Märt selbst nicht halt. Die Eigentümerin Siska Heuberger Holding AG aus Winterthur, plane das Einkaufszentrum in den nächsten Jahren zu sanieren.
Ein Fest mit vielen Attraktionen
Zuerst wird nun aber gefeiert. «Die Vorbereitungen für das Fest haben schon vor über einem Jahr begonnen», sagt Gerth. An drei Tagen bieten alle Läden im Effi-Märt spezielle Rabatte an und organisieren verschiedene Attraktionen. Vor der Migros gibt es etwa einen Grillstand und ein Kinderschminken. Das Fest beginnt am Donnerstag: Statt einem Kuchen gibt es zum 40. Jahrestag eine 40 Meter lange Studentenschnitte für die Kunden. «Anstossen werden wir dann am Abend beim Behördenapéro, zu dem auch Vertreter des Stadtrats und der Eigentümer eingeladen sind», sagt Gerth.
Am Freitagabend erwartet die Besucher eine Modeschau und ein Kundenapéro sowie Nacht-Shopping mit verlängerten Öffnungszeiten bis um 21 Uhr. Am Samstag feiert die Clientis Bank die Eröffnung ihrer neuen Filiale und die Besucher können den frisch renovierten Posten der Kantonspolizei besichtigen. Obwohl das Jubiläum in den Schulferien stattfindet, rechnet Gerth mit vielen Besuchern – vor allem am Samstag. «Allein bei der Migros rechnen wir an diesem Tag mit etwa 4000 Kunden.»