Politik

Peinliche Verwechslung

Die Klasse 3e der Kantonsschule Rychenberg verfasste Kolumnen über ihre peinlichsten Momente. Nora Günthart und Flavia Steger berichten über die unangenehme Situation, wenn ein Selbstgespräch keines sein sollte.

Nora Günthart (l.) und Flavia Steger sind die Autorinnen der heutigen Kolumne. (Foto: Annalena Schmid)

Peinliche Verwechslung

Die Klasse 3e der Kantonsschule Rychenberg hatte eine besondere Idee: In Gruppen verfassten sie Kolumnen, in denen sie über ihre persönlichen peinlichsten Momente erzählen. Wie das Projekt entstand, ist hier zu lesen. Täglich erscheint auf «Züriost» ein neuer Text.

Heute erzählen Nora Günthart und Falvia Steger, welche Peinlichkeiten beim Skifahren eintreten können .

«Allgemein ist diese Situation bekannt, wenn man eine Person mit einer anderen verwechselt. Doch vermutlich winkten Sie nur diesem zum Verwechseln ähnlichen Jemandem. Ich jedoch fing mit voller Überzeugung mit diesem, in meinen Augen, Doppelgänger an eine Unterhaltung zu führen. Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass ich ein Skigebiet mit einem Lager besuchte und die Sicht durch die verschneite Skibrille sehr beschränkt ist. Doch trotzdem begreife ich nicht, warum genau ich meine Kollegin mit einer völlig unbekannten Frau verwechselte. Aber ich möchte von vorne anfangen.

Es war der zweite Tag im diesjährigen Skilager und für mich noch viel zu früh. Doch wir sassen bereits im «Gondeli», um auf die Piste zu gelangen. Oben angekommen fing ich heiter an mich mit meiner Kameradin zu unterhalten. Ich stieg in meine Bindungen und fing an zur nächsten Sesselbahn zu stöckeln. Erschöpft dort angekommen wollte ich unsere eben abgebrochene Diskussion fortsetzen. Den Rücken zu meiner guten Freundin gewandt, erzählte ich ihr meine Meinung und versuchte zu argumentieren. Ich wollte gar nicht mehr aufhören und brachte ein Argument nach dem anderen. Doch plötzlich bemerkte ich die Stille hinter mir. Ich drehte meinen Kopf und musste peinlicherweise feststellen, dass hinter mir nicht wie vermutet meine Kollegin stand, sondern eine fremde Frau, die mich irritiert anschaute. Als ich mich dann suchend umschaute, sah ich einige Meter hinter mir meine eigentliche Gesprächspartnerin, die die Situation beobachtete und mich deswegen lautstark auslachte. Ich weiss heute noch nicht, ob jene Person weiss, dass ich kein Selbstgespräch führte.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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