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Wirtschaft

Geldtipp

Was tun bei steigenden Zinsen? Ein Ratgeber für Wohneigentümer

Steigende Zinsen sorgen bei vielen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern sowie Kaufinteressierten für Unsicherheit.

Patrick Jenal, Leiter Markt und Vertrieb, Mitglied der Bankleitung Raiffeisenbank

Was tun bei steigenden Zinsen? Ein Ratgeber für Wohneigentümer

Geldtipp

Steigende Zinsen sorgen bei vielen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern sowie Kaufinteressierten für Unsicherheit. Eine einfache Antwort auf die Frage nach der richtigen Hypothekarstrategie gibt es jedoch nicht. Entscheidend sind die individuelle finanzielle Situation, das persönliche Sicherheitsbedürfnis sowie die Erwartungen an die weitere Zinsentwicklung. Jedes Hypothekarmodell bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich.

Festhypotheken bieten vor allem eines: Planungssicherheit. Der Zinssatz wird für eine festgelegte Laufzeit fixiert, wodurch sich monatliche Kosten und das Budget langfristig besser kalkulieren lassen. Diese Sicherheit hat jedoch ihren Preis. Wer sich zu aktuellen Konditionen langfristig bindet, verzichtet auf mögliche Vorteile, falls die Zinsen nur moderat steigen oder sich stabil entwickeln. In solchen Szenarien können Geldmarkthypotheken attraktiv sein, da sie sich stärker am aktuellen Zinsniveau orientieren und oftmals günstiger sind.

Eine bewährte Strategie ist die Kombination unterschiedlicher Hypothekarmodelle. Ein sogenannter Hypothekenmix, etwa aus Fest- und Geldmarkthypotheken, kann helfen, sowohl die Kosten zu optimieren als auch das Risiko von Zinsschwankungen zu begrenzen. So wird nicht das gesamte Finanzierungsvolumen gleichzeitig von einem plötzlichen Zinsanstieg betroffen.

Wer bereits eine Geldmarkthypothek besitzt oder vor der Verlängerung einer Festhypothek steht, sollte die Zinsentwicklung regelmässig beobachten. Digitale Hilfsmittel wie Zinsalarme oder Immobilienmarkt-Newsletter erleichtern es, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren, ohne die Zinsen täglich selbst verfolgen zu müssen.

Eine weitere Option ist der Abschluss einer Terminhypothek. Dabei kann der Zinssatz für eine zukünftige Festhypothek bereits im Voraus gesichert werden. Je näher der Startzeitpunkt liegt, desto tiefer fällt in der Regel der Zinsaufschlag aus. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, mehrere Hypotheken mit unterschiedlichen Laufzeiten zu wählen, damit nicht alle Finanzierungen gleichzeitig erneuert werden müssen.

Fazit: Eine allgemeingültige optimale Strategie gibt es nicht. Entscheidend sind persönliche Prioritäten, finanzielle Möglichkeiten und die Bereitschaft, sich mit der weiteren Zinsentwicklung auseinanderzusetzen. Eine professionelle Beratung durch die Hausbank hilft, eine tragfähige und langfristig passende Lösung zu finden.

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