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Frischer Wind

Turbenthal feiert 50 Jahre Gewa mit frischem Konzept

Letzten Freitag war es wieder so weit: Die Gewerbeausstellung in Turbenthal wurde feierlich eröffnet. 65 Aussteller zeigten ihr Können während dreier Tage im Gmeiwerch.

Gemeinsam durchschneiden Sandro Carnazza und Daniela Waser von der Standortförderung Zürcher Oberland das Roten Band und eröffnen die GEWA 2026.

Foto: André Gutzwiller

Turbenthal feiert 50 Jahre Gewa mit frischem Konzept

Frischer Wind

Letzten Freitag war es wieder so weit: Die Gewerbeausstellung in Turbenthal wurde feierlich eröffnet. 65 Aussteller zeigten ihr Können während dreier Tage im Gmeiwerch.

Zum 50-Jahr-Jubiläum der Gewerbeausstellung (Gewa) in Turbenthal hat der Gewerbeverein Turbenthal und Umgebung in einige Extraaufwände investiert, die sich gelohnt haben. Zum einen wurde im Vorfeld das gesamte Organisationskomitee (OK) verjüngt. Der Übergang verlief reibungslos und professionell, schon beim Aufbau in der Woche vor der Ausstellung bemerkte man, dass hier Profis am Werk waren.

Der neue OK-Präsident Sandro Carnazza hat mit seinem Team in unzähligen Frondienststunden das Ausstellungskonzept modernisiert und frischen Wind in die Gewa gebracht. Der frische Wind wurde gleichermassen von den Besuchern und den Ausstellern lobend bemerkt. Zum ersten Mal konnte die Reithalle beheizt werden, was vor allem in den kühleren Abendstunden für angenehme Temperaturen sorgte.

Sandro Carnazza wird die Gewa in die Zukunft führen

Sandro Carnazza ergriff als Erster das Wort bei der kleinen Eröffnungsfeier. Für ihn ist es die erste Gewa als OK-Präsident, er wird die Messe in die Zukunft führen. Carnazza blickte ein wenig zurück in der Geschichte und dankte seinen langjährigen Vorgängern Georg Brunner und Roland Kessler. Ohne sie wäre die Gewa nicht das, was sie heute sei.

Gemeindepräsident René Gubler (FDP) zog seinen Hut vor den Gewerbetreibenden, die sich hier so intensiv engagiert haben. Für ihn ist das lokale Gewerbe das Rückgrat der Wirtschaft. Daniela Waser, Geschäftsleiterin der Standortförderung Zürioberland, betonte in ihrer Rede, dass so eine Ausstellung in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei. Nur gemeinsame Ziele schafften eine Verbindung und zeigten, was die Region auszeichne.

Schnell füllten sich nach der Eröffnungszeremonie die Gänge in der Reithalle und im neuen Aussenzelt. Das Angebot war breit, der Besucherstrom nahm stetig zu. Ein konstanter Geräuschpegel von ratternden Glücksrädern, zischenden Getränkeflaschen und angeregten Gesprächen erfüllte das ganze Ausstellungsgelände.

Ein «untersägter» Gottesdienst

Auch das Rahmenprogramm hatte an Unterhaltung einiges zu bieten. Besonders herausgestochen war dieses Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen. Im voll besetzten Festzelt sah es mehr nach einer Werkstatt als nach einer feierlichen Messe aus. Hinter einer Schutzwand aus Acrylglas stand ein Holzblock, zehn Motorsägen und anderes Werkzeug lagen bereit.

Ein Mann sägt an einem grossen Baumstamm.
Der traditionelle Festgottesdienst war dieses Jahr laut, staubig und beeindruckend.

Als Tischdekoration dienten Gehörschutzstöpsel. Die Bibelworte wurden nicht untermalt, sie wurden «untersägt», wie Claudia und Ruedi Kündig aus Bichelsee erklärten. Während er eine Geschichte aus der Bibel rezitierte, sägte sie eine Tierfigur aus dem Holzblock. Es war laut, was die Anwesenden zu höchster Konzentration beim Zuhören animierte. Es war ein Gottesdienst, der allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die fertige Figur kann im Chilepark in Turbenthal besichtigt werden.

Im Gedächtnis bleiben wird auch diese Jubiläumsausgabe der Gewa. Für die Gewerbetreibenden bedeutet das immer einen Extraaufwand, der von ihnen gerne geleistet wird. Am Sonntagabend merkte man Sandro Garnazza ein wenig die Müdigkeit an – wie die meisten Aussteller hatte er drei Tage Ausstellungsbetrieb in den Beinen.

Er ist dankbar, dass im Grossen und Ganzen alles reibungslos funktioniert hat, und windet seinem OK ein Kränzchen. Besonders freut ihn eine Rückmeldung von Besuchern aus Winterthur: «Die offene und kreative Standgestaltung macht diese Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis.»

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