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Wirtschaft

Die «Heimat» pendelt wieder zwischen Maur und Uster

Vor zehn Tagen ist die Schifffahrt auf dem Greifensee zum Erliegen gekommen. Seit kurzem können die Pendler aber wieder über den See.

Seit Donnerstagnachmittag kann die «E-MS Heimat» wieder auf dem Greifensee fahren. (Archiv)

Foto: ZO

Die «Heimat» pendelt wieder zwischen Maur und Uster

Hochwasser trifft SGG hart

Der Umsatz der SGG vom 3. bis 12. Juni ist schnell ausgerechnet: null Franken. Das Hochwasser hat die Schifffahrt auf dem Greifensee hart getroffen. Doch es gibt Hoffnung.

Leises Aufatmen bei der Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG): Seit Donnerstagnachmittag gibt es wieder Schifffahrt auf dem grössten Gewässer der Region – wenigstens ein bisschen: Die 2022 elektrifizierte «E-MS Heimat», fährt wieder.

Elfmal pro Tag pendelt das Schiff mit Platz für 60 Passagiere zwischen Maur und Uster – fünf Minuten hin und fünf Minuten zurück. Die «Heimat» ist kein Ausflugsboot, sondern ein stolzes Mitglied des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Zahlreiche Pendlerinnen und Pendler nutzen die ebenso kurze wie malerische Strecke zwischen Maur und Uster auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule.

Ein Schiff mit dem Schriftzug «Stadt Uster» ist an einem Steg festgemacht.
Die «Stadt Uster» ist das Flaggschiff der SGG-Flotte. (Archiv)

Für die grösseren Schiffe der kleinen Flotte ist der Pegelstand des Greifensees noch zu hoch. «Bei diesem Wasserstand können wir sie an den Stegen nicht sicher vertäuen», sagt Fiona Hediger, Geschäftsführerin der SGG. Ohnehin stehen die Stege in Greifensee, Fällanden und Mönchaltorf momentan noch unter Wasser.

«Wir wären ausgebucht gewesen»

Für die SGG ist der Monat Juni bislang ein Schlag ins Wasser. Der vom 3. bis 12. Juni erwirtschaftete Umsatz beträgt exakt null Franken. «Schlimm» sei die Situation, sagt Fiona Hediger: «Wir verdienen vor allem mit der Vermietung und mit den Rundfahrten. Und wir wären im Juni ausgebucht gewesen.»

Einen Teil der Vermietungen konnte die SGG verschieben, ein anderer Teil musste komplett abgesagt werden. Das ist ein herber Schlag für die Genossenschaft, die in den letzten Jahren regelmässig rote Zahlen schrieb.

Immerhin: Zurzeit sinkt der Pegelstand des Greifensees in 24 Stunden um rund 5 Zentimeter, und ab nächster Woche soll dann tatsächlich der Sommer kommen.

Wann auch wieder Ausflügler und Fest- oder Hochzeitsgesellschaften auf dem idyllischen Gewässer fahren würden, sei schwierig abzusehen, sagt Fiona Hediger. «Vielleicht nächste Woche. Wir wissen das jeweils 24 Stunden im Voraus. Das hängt halt von der Natur ab.»

Und vom Kanton Zürich, der für die Regulierung des Pfäffikersees zuständig ist. «Wenn der Pfäffikersee abgelassen wird, steigt bei uns der Pegelstand rasch wieder an.» Bis auch Rundkurse wieder auf dem Greifensee verkehren, dürfte also noch etwas Wasser die Aa hinunterfliessen. Aber bitte nicht zu viel!

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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