R&M spürt die Krise im Telekommunikationsmarkt
Schwieriges Marktumfeld
Der Wetziker Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der Umsatz sank um 13,4 Prozent, und der Betriebsgewinn halbierte sich.
«Für Aufschwung gerüstet», so überschreibt die R&M-Gruppe ihren Jahresbericht 2023. Den Blick nach vorn zu richten, ist sicher eine gute Idee für das Wetziker Familienunternehmen, das sich in den letzten Jahren vom Komponentenhersteller zum Anbieter von integrierten Infrastrukturlösungen für Rechenzentren sowie Daten- und Kommunikationsnetze gewandelt hat.
Denn der Blick zurück ins Geschäftsjahr 2023 zeigt wenig Erfreuliches. Der globale Infrastrukturmarkt für Kommunikations- und Datennetze – das Kerngeschäft von R&M – brach im vergangenen Jahr um 15 bis 20 Prozent ein. Dazu kommen mit Inflation, steigenden Zinsen und geopolitischen Unsicherheiten weitere externe Einflüsse, die die Erfolgsrechnung belastet haben.
So reduzierte sich der konsolidierte Umsatz der weltweit tätigen Gruppe um 13,4 Prozent auf 257,8 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) halbierte sich von 12,6 Millionen auf 6,2 Millionen Franken. Darin nicht berücksichtigt sind «ausserordentliche Restrukturierungskosten», über deren Umfang sich das Unternehmen ausschweigt.

