Glasbläser René Burri ist einer der Letzten seiner Art
Seltenes Handwerk aus Wila
Die Fertigkeiten von René Burri haben nicht mehr viele. Der gelernte Apparateglasbläser bearbeitet in seiner Werkstatt in Wila Kundenaufträge aus aller Welt.
Mit ruhiger Hand dreht René Burri das Glasröhrchen über der Flamme des Brenners. Vorwärts, dann wieder rückwärts, in einer konstanten Regelmässigkeit. Mit einem grossen, pinzettenähnlichen Werkzeug verformt er das durch die Hitze weich gewordene Glas; lässt es gross und bauchig werden, indem er kurz ins Röhrchen bläst.
«Das sieht noch nicht aus wie ein Huhn, aber es kommt», meint er mit kritischem Blick. Und siehe da, keine fünf Minuten später ist da ein kugeliger Körper, eine keck nach oben zeigende Schwanzspitze und ein kleiner Kopf mit rotem Kamm. In einem nächsten Schritt formt Burri einen gelben, unschwer als Cowboyhut erkennbaren Gegenstand und setzt ihn dem Huhn auf.

