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Hohe Auszeichnung für Tösstaler Gin-Hersteller

«Best Premium Dry Gin Brand 2023»: So darf sich Steinbock Spirits aus Kollbrunn jetzt nennen. Die Inhaber freut's.

Steinbock Spirits aus Kollbrunn ist der «Best Premium Dry Gin Brand 2023», zumindest wenn es nach dem Luxlife Magazine geht. Stefan M. Strasser (links) und Roger Steiner freut das sehr.

Fotos: PD/Marcel Vollenweider

Hohe Auszeichnung für Tösstaler Gin-Hersteller

Steinbock Spirits aus Kollbrunn

Awards für Schnäpse gibt es zahlreiche, das wissen auch die Inhaber von Steinbock Spirits. Ihr neuster Award hat für sie trotzdem einen speziellen Stellenwert.

Seit drei Jahren stellen die Tösstaler Stefan M. Strasser und Roger Steiner Gin her. Da beide Steinbock als Sternzeichen haben, war der Name für ihr Unternehmen schnell gefunden: Steinbock Spirits.

Ihre Marke wurde nun als «Best Premium Dry Gin Brand 2023» ausgezeichnet. Vergeben wird der Award vom Luxlife Magazine, einem Lifestyle-Magazin.

Im Rahmen der ersten «Distillery and Brewing Awards» hat Luxlife insgesamt sechs verschiedene Auszeichnungen vergeben. Nicht nur für den besten Dry Gin Brand, sondern beispielsweise auch für die beste familiengeführte Brauerei und Veranstaltungsort.

Das Magazin nutzte bei der Bewertung ihr internes Forschungsteam, «um potenzielle Preisträger auf der Grundlage von Verdienst und Qualität zu analysieren und zu bewerten.» So könnten kleine und grosse Unternehmen objektiv beurteilt werden. (bes)

«Schon fast inflationär»

Prämierungen für Gin und andere gebrannte Wasser gibt es zahlreiche. Das weiss auch Stefan M. Strasser: «Es ist teilweise schon fast inflationär.» Vor allem, wenn 20 bis 30 Gins mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden.

«Ich würde diese Awards oder deren Wert jetzt nicht grundsätzlich infrage stellen, aber man sollte sie nicht überbewerten», meint Strasser. «Dennoch können sie eine Aussensicht widerspiegeln.»

Die jetzige Auszeichnung ist für die beiden trotzdem speziell. «Denn wir haben diese Prämierung nicht für ein Produkt, sondern als Brand, also als Marke erhalten», freut sich der Fischenthaler. Und deshalb gibt es nur einen Gewinner. «Und das macht uns schon ein bisschen stolz.»

Eine wahrhafte Schnapsidee

Davon erhoffen sie sich natürlich auch, neue Kundschaft zu gewinnen. Vor allem ist es für die beiden auch eine Form der Anerkennung und Wertschätzung.

«Wir sind beide Quereinsteiger und keine ausgebildeten Brenner», sagt Strasser. «Wir haben uns alles von Grund auf selber beigebracht, einfach aus Liebe zum Gin.»

Im Sommer 2019 hatten die beiden Jugendfreunde bei einem gemeinsamen Nachtessen die Idee, einen eigenen Gin zu kreieren. Und die beiden setzten ihre anfängliche «Schnapsidee» in die Tat um. Schritt für Schritt tasteten sich die beiden an den passenden Kräutermix heran. Im Sommer 2020 haben sie dann ihre Firma gegründet.

Ihre erste Kreation war der «Aronia Gin», der seinen Namen wegen der Zugabe der schwarzen Apfelbeere – mit dem lateinischen Namen Aronia – erhält. Anfang dieses Jahres lancierten die beiden Tösstaler den «Spiced Orange Gin».

Kein Umsatzdruck

Gebrannt werden die Gins nach ihrem Rezept in einer Destillerie im Kanton St. Gallen. «Nur der eigentliche Brennvorgang wird von einem Lohnbrenner ausgeführt», betont Strasser. Die ganzen Arbeiten vom Rüsten bis zum Abfüllen und Etikettieren übernehmen die beiden Tösstaler Gin-Liebhaber weiterhin.

Für sie ist Steinbock Spirits ein Leidenschaftsprojekt. «Wir haben keinen Umsatzdruck», erklärt Strasser. «Wir können es also entspannter angehen als andere.»

Das Kreieren von Gin ist eine Nebenbeschäftigung der beiden Familienväter. So arbeitet Stefan M. Strasser als IT-Spezialist für die Flugsicherung und Roger Steiner ist Treuhänder.

«Irgendwann wollen wir vielleicht unsere ‹richtigen› Jobs etwas reduzieren», sagt Strasser. Aber im Moment sei das noch nicht das Ziel. «Wir wollen vor allem die Freude an unserer Tätigkeit bei Steinbock Spirits bewahren.»

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