Der weltweite Hunger nach Fleisch wächst. Gleichzeitig ist sein Ruf ziemlich ramponiert. Aus ökologischen und ethischen Gründen soll der Mensch seinen Fleischkonsum zügeln. Forschung und Industrie suchen deshalb nach alternativen Wegen, Fleisch zu produzieren – ohne den «Umweg» um das Tier.
Was zunächst paradox tönt, nimmt immer konkretere Formen an. Es geht um Fleisch aus dem Labor. Nicht um Produkte aus der Sparte «Fleischersatz», also aus Pflanzen oder Pilzen hergestellte Fleischimitate, sondern um Muskelfleisch, das im Labor gezüchtet wird und somit unter kontrollierten Bedingungen wächst.
Riesiges Potenzial
Die entsprechende Forschung steckt zwar erst in den Anfängen, erfährt aber weltweit eine grosszügige Finanzierung. In der Herstellung von «In-vitro-Fleisch» sehen viele Unternehmen ein riesiges Potenzial. So auch die Bioengineering AG in Wald. Sie gehört zu den führenden Herstellern von Anlagen, die im Hygienebereich zum Einsatz kommen. Ihre Kundschaft stammt aus der Pharmaindustrie, der Chemie, der Kosmetik oder aus der Lebensmittelbranche.
Seit 50 Jahren produziert Bioengineering erfolgreich Bioreaktoren und Fermenter, sprich: Behälter, in denen Mikroorganismen oder Zellen unter möglichst optimalen Bedingungen kultiviert werden (siehe Box). Diese Anlagen sind für die Produktion von In-vitro-Fleisch unabdingbar. Kein Wunder, dass CEO Marc Bachmann sein Unternehmen in diesen Zukunftsmarkt hineinführen will.

