«Würden wir die die derzeitige Anlage nicht ersetzen, müssten wir immer mehr Geld in den Unterhalt investieren», sagt Christian Schucan, Verwaltungsratspräsident der Kehrichtverwertungsanlage Zürcher Oberland (Kezo).
Am Dienstag informierte die Kezo, dass auf dem Areal, wo sich der heutige Eingangsbereich und Personalparkplatz befinden, ein Ersatzneubau geplant ist.
Dieser soll nur noch eine Ofenlinie umfassen und im Jahr 2028 in Betrieb gehen. Kostenpunkt: 200 bis 300 Millionen Franken nach einer aktuellen Grobschätzung, wobei die Finanzierung über Rückstellungen und Fremdkapital erfolgen soll. Weder Steuergelder noch Einlagen der 36 politischen Gemeinden, denen als Zweckverband die Kezo gehört, würden benötigt.
Überaltert und weniger Kapazität
Ein Grund für den Neubau ist einerseits nach über 50 Betriebsjahren die zunehmend erreichte Lebensdauer der Anlage, deren Ofenlinien in die Jahre 1976 und 1996 datieren. Andererseits ist auch vorgesehen, in Hinwil in Zukunft weniger Abfall zu verwerten. So soll gemäss der kantonalen Kapazitätsplanung die Kezo künftig nur noch 120‘000 Tonnen pro Jahr statt wie bis anhin 190‘000 Tonnen Abfall verwerten. «Wir wollen uns auf den reinen Siedlungsabfall konzentrieren und weniger auf Marktkehricht», wie der Verwaltungsratspräsident erklärt. Und meint damit Abfall, den Unternehmen sammeln und nicht selber verwerten können.

