«Die Frequenz der Besucherinnen und Besucher abends ist bei uns um 40 Prozent eingebrochen», sagt Devin Strübin. Der stellvertretende Betriebsleiter der «Let’s Go»-Filiale in Uster erklärt, wie sich der Entscheid des Bundesrats, die Zertifikatspflicht für Fitness- und Sportbetriebe auszuweiten, wirtschaftlich bislang bemerkbar gemacht hat. «In der ersten Woche haben wir über zehn Abonnements-Kündigungen erhalten.» Dreimal so viele Personen machten zudem vom Angebot Gebrauch, ihr Fitness-Abo bis Ende Oktober zu sistieren.
Seit dem 13. September müssen Sporttreibende ein Covid-Zertifikat vorlegen, um ins Fitnesscenter gelangen zu können. Heisst, sie müssen den Nachweis einer Impfung, einer überstandenen Corona-Infektion oder eines negativen Tests erbringen. Dass die ausgedehnte Zertifikatspflicht einen direkten negativen Effekt auf die Besucherzahlen hat, lässt sich nicht nur in Uster belegen.
Belastende Situation
Auch Martin Steiner spricht davon, wie in den Chili-Health-Betrieben in Hinwil, aber auch Hombrechtikon und Männedorf, ein Rückgang von bis zu 30 Prozent der Besucherinnen und Besucher zu vermerken sei. Dabei sind die Center keine klassischen Fitnessstudios, sondern verfolgen mittels technisch moderner Geräte und Trainingsmethoden, wie einem Chip gesteuerten Zirkel-Training, einen ganzheitlichen Ansatz.
«Die Situation war schon vorher nicht lustig, aber jetzt gibt es auch nochmals viele Personen, die ihr Abo unterbrechen»
Martin Steiner, Inhaber und Betreiber Chili Health

