Jeweils vor dem ersten Mittwoch im Februar steigt bei Pascal Loretz die Anspannung. An diesem Tag findet der jährliche Sirenentest statt. Wenn es ab 13.30 Uhr im ganzen Land von den Dächern heult, ist seine Firma « in aller Ohr » . Die Kockum Sonics AG in Dübendorf produziert, installiert und wartet seit 1961 Sirenensysteme zur Alarmierung und Warnung der Schweizer Bevölkerung. « Der Probealarm ist ein wichtiger Stresstest für unsere Anlagen » , sagt der Geschäftsführer. « Mängel werden schonungslos offengelegt. »
Für 65 Prozent der circa 5000 stationären Sirenenanlagen in der Schweiz seien sie verantwortlich. Dazu kämen mehrere Hundert mobile Anlagen auf Fahrzeugen. Ihr Kunde ist die öffentliche Hand, vor allem Gemeinden und Kantone. « Gelegentlich rüsten wir auch grosse Industriefirmen mit internen Alarmierungssystemen aus, dann aber mit anderen Alarmsignalen », so Loretz.
« Unsere Monteure und Techniker haben sich bereitgehalten, um schnell ausrücken zu können. »
Pascal Loretz, Geschäftsführer Kockum Sonics AG
Den Sirenentest verfolgt der 31-Jährige normalerweise von seinem Büro aus, wo er und sein Team die Störmeldungen orten und bearbeiten. In diesem Jahr mussten sie Corona-bedingt im Homeoffice bleiben. « Unsere Monteure und Techniker haben sich aber bereitgehalten, um schnell ausrücken zu können. » Die ersten Störungsbehebungen seien noch am selben Nachmittag ausgeführt worden.
Mindestens 23 Jahre störungsfrei

