Kindermund tut Wahrheit kund. Wer darauf hört, kann das Geschäft seines Lebens machen. So geschehen beim Outdoor-Kinderlabel Namuk mit Sitz in Wetzikon. Während weite Teile der Wirtschaft im 2020 Corona-bedingt darben, fuhr die Firma laut eigener Aussage ein Rekordjahr ein.
Das Besondere: Namuk lässt seine Produkte von Kindern testen und passt sie an die Bedürfnisse der gnadenlos ehrlichen Kritiker an.
Doch auch den Trend zu ökologisch nachhaltigen Textilien macht Namuk-Gründer Franz Bittmann für den Geschäftserfolg verantwortlich. In dieses Bild passt denn auch die hohe Nachfrage für die neue Kollektion aus biologisch abbaubarem Fleece – eine Innovation, für deren Entwicklung die Oberländer den Anstoss gegeben haben.
Bereit für Experimente
«Bisher gab es nur abbaubare Isolationen», sagt Bittmann. «Das reichte uns aber nicht, denn das Hauptproblem sind die Mikrofasern vom Aussenstoff.» Etwa 1,7 Gramm synthetisches Material gibt eine Fleecejacke pro Waschgang an die Umwelt ab. Hinzu komme die natürliche Abnutzung beim Tragen.

