Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Wirtschaft

Coronavirus bringt Schifffahrt ins Schlingern

Statt einem Plus rechnet die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) fürs laufende Jahr mit einem Verlust von 180'000 Franken. Wenn die Coronakrise anhält und das Wetter nicht mitspielt, könnte dieser sogar noch höher ausfallen.

Vertäut statt auf See: Die Ausflugsschiffe kamen während der Coronakrise nicht zum Einsatz.

Archivfoto: Andreas Eberhard

Coronavirus bringt Schifffahrt ins Schlingern

Die SGG ist erwartungsvoll ins 2020 gestartet. Gerechnet wurde mit einem positiven Betriebsergebnis von knapp 70‘000 Franken. Und dann kam die Coronakrise. Während des prächtigen Frühlingswetters im April blieben die beiden grossen Ausflugsschiffe, die MS Stadt Uster und die MS David Herrliberger vertäut am Quai in Maur. Die Schutzmassnahmen legten den Betrieb lahm. Einzig das kleine Kursschiff Heimat hat während der ganzen Zeit seinen Dienst zwischen Maur und Niederuster versehen.

Liquidität reicht noch aus

Wie SGG-Verwaltungsratspräsident Allan Fuchs erklärt, hat das Budget nun komplett revidiert werden müssen.  Es sieht nun einen Verlust von über 180‘000 Franken vor. « Sollten die Umsatzzahlen noch geringer ausfallen als angenommen kann der zu erwartende Verlust gegen 250‘000 Franken erreichen » , schreibt der Verwaltungsrat in der Unterlage, die im Hinblick auf die am Mittwoch stattfindende Generalversammlung  verschickt worden ist. Die Versammlung wird aufgrund der Pandemie in schriftlicher Form durchgeführt.

Der Umsatzeinbruch belastet die nicht gerade finanzstarke Genossenschaft schwer, doch « dank der guten Arbeit in den letzten haben wir für den Moment ausreichend freie Liquidität » , hält der Verwaltungsrat fest.

Pop-up-Restaurant wird fortgeführt

Am letzten Wochenende hat die SGG die Ausflugsfahrten nun wieder aufgenommen, allerdings mit einem deutlich reduzierten Platzangebot. « Wir haben sechs Schutzkonzepte ausgearbeitet, von den Rundfahrten, über das Kursschiff bis hin zur Küche » , hält Fuchs fest. Mehr Abstand gilt auch auf den Schiffen. Der Betrieb soll nun langsam wieder hochgefahren werden. Für die vier Festangestellten und die 30 auf Abruf stehenden Teilzeiter gibt es aber weiterhin Kurzarbeit.

Das Pop-up-Restaurant auf der MS Stadt Uster am Seequai soll fortgeführt werden, erklärt Co-Geschäftsführerin Germaine Müller. Dieser Schritt erfolgt nicht zuletzt auch im Hinblick auf die geplante Schliessung des Restaurants Schifflände, das voraussichtlich ab Ende September komplett renoviert werden soll.

Vollmer verzichtet

An der Generalversammlung hätte neben Eveline Reiners aus Ebmatingen auch der Zürcher Marc Vollmer neu in den Verwaltungsrat gewählt werden sollen. Daraus wird nun aber nichts, wie Fuchs unterstreicht. So habe Vollmer im Einvernehmen mit dem Verwaltungsrat seine Kandidatur zurückgezogen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns