Aussergewöhnlich in jeder Beziehung ist die diesjährige Generalversammlung der Zürcher Oberland Medien AG am Freitagabend verlaufen. Wegen der Coronaschutzmassnahmen durften die Aktionärinnen und Aktionäre nicht persönlich anwesend sein. Statt des gewohnten gesellschaftlichen Anlasses, der nach der Versammlung auch ein Nachtessen im «Rössli» in Illnau eingeschlossen hätte, gab es eine nüchterne Sitzung in den Räumen des Unternehmens in Wetzikon.
Und auch hier waren nur Verwaltungsratspräsidentin Karin Lenzlinger sowie die Geschäftsleitung mit Sekretärin physisch anwesend. Die übrigen Verwaltungsräte und der unabhängige Stimmrechtsvertreter waren per Video zugeschaltet. Ohne Publikum brauchte es auch keine Einleitungsworte und Erklärungen zu den Geschäften. Die Verwaltungsratspräsidentin konnte auf den Geschäftsbericht und die Unterlagen verweisen, die die Aktionäre schriftlich erhalten hatten.
Änderungsantrag obsiegt
Von den insgesamt 18‘000 Namenaktien waren 11‘873 durch Organvertretungen oder den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. Mit allen Stimmen wurden der Jahresbericht und die Jahresrechnung gutgeheissen.
Etwas komplizierter wurde es dann, als es um die Verwendung des Bilanzgewinns ging. Der Verwaltungsrat hatte im Vorfeld beantragt, die Dividende von den ursprünglich vorgesehenen 40 auf 30 Franken zu reduzieren. Er hatte aber gleichzeitig schon darauf aufmerksam gemacht, dass hier eine weitere Anpassung erfolgen könnte - und hatte daher bei den Aktionären nachgefragt, ob sie bei einer allfälligen Änderung dem Verwaltungsrat folgen würden.

