Aussergewöhnliche Zeiten, aussergewöhnliche GV
Eigentlich hätte am 15. Mai die 150. Generalversammlung der Zürcher Oberland Medien AG mit einer besonderen Note zum Jubiläum versehen werden sollen. Die Coronakrise verhindert nun die Durchführung der Versammlung im geplanten Rahmen. Statt eines Festaktes im Beisein von vielen Aktionärinnen und Aktionären im Restaurant Rössli in Illnau findet die Generalversammlung in ganz kleinem Rahmen am Geschäftssitz in Wetzikon statt. Das Einzige, was bleibt, ist das Datum der Veranstaltung.
Nur wenige Anwesende
Wohl zum ersten Mal in der Geschichte der Gesellschaft findet die Generalversammlung in ganz kleinem Rahmen statt – und vor allem unter Ausschluss der Aktionäre. Diese können ihre Haltung zu den einzelnen Anträgen vorgängig schriftlich eingeben. Teilnehmen werden nur der gesamte Verwaltungsrat, der CEO, die Sekretärin und der Stimmrechtsvertreter. Und auch von diesen wird nur ein kleiner Teil physisch anwesend sein, während die anderen aufgrund der Covid-19-Schutzvorgaben des Bundes mit dem Versammlungsverbot per Video zugeschaltet werden.
Aufgrund der aussergewöhnlichen Lage dürfte die Generalversammlung diesmal auch aussergewöhnlich kurz ausfallen. So werden nur die statutarischen Geschäfte abgehandelt und dies auch noch ohne Einführung. Zu reden geben dürfte einzig nochmals die Dividendenhöhe. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die anstehenden Projekte, insbesondere das Neubauprojekt, und die Liquidität gesichert werden können. Hinzu kommen Überlegungen zu den Auswirkungen der aktuellen Krise.
Hoffen auf Oktober
Jubiläumsmässig sollen die Aktionäre aber nicht ganz leer ausgehen in diesem Jahr. Verwaltungsratspräsidentin Karin Lenzlinger hofft, dass wenigstens im Herbst das Versammlungsverbot wieder aufgehoben sein wird und anlässlich des traditionellen Sonntagsforums, das auf den 25. Oktober in der Altrüti in Gossau angesetzt ist, auf die 150jährige Geschichte der Gesellschaft zurückgeblickt werden kann.
