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Wirtschaft

«Beim Wandern habe ich oft gute Ideen»

Die Schneider Umweltservice AG betreibt in Volketswil zwei Recycling-Center. Dem Firmeninhaber René Schneider und seinen 250 Mitarbeitern geht es darum, so viele Wertstoffe wie möglich in den Wertstoffkreislauf zurückzuführen.

Der Recycling-Unternehmer René Schneider ist Geschäftsführer der Schneider Umweltservice AG, die zwei Recycling-Center in Volketswil betreibt. (Foto: PD)

«Beim Wandern habe ich oft gute Ideen»

Seit wann gibt es Ihre Firma?

René Schneider: Mein Urgrossvater gründete sie 1905.

Wer sind Ihre Kunden?

Eigentlich kann jeder, der in unserem Einzugsgebiet zwischen Winterthur und Luzern lebt, unser Kunde sein. Private kommen an die Sammelstellen, oder wir holen im Auftrag der Gemeinden und Städte die Abfälle und Wertstoffe mit unseren Kehrichtfahrzeugen ab. Zu unseren grossen Kunden gehören neben Industrie, Gewerbe und der Bauwirtschaft auch viele Spitäler.

Wie und wo rezyklieren Sie die abgeholten Wertstoffe?

Während sich unser Hauptsitz in Meilen befindet, sind unsere sechs Recycling-Center dezentral gelegen, um nahe am Kunden zu sein und Lastwagenkilometer zu limitieren. Zwei sind in Volketswil und je eines in Uetikon am See, Adliswil, Baar ZG sowie Perlen LU.

Name: René Schneider
Geburtsjahr: 1970
Beruf: Geschäftsführer
Erlernter Beruf: Lastwagenmechaniker, Betriebswirtschafter und Master of Management
Hobbys: Skifahren, Wandern, Natur, Reisen, Familie
Zivilstand/Kinder: verheiratet, 3 Kinder
Wohnort: Meilen

Was passiert in Volketswil?

Am Standort Erlenwiesenstrasse werden grosse Mengen an Bausperrgut und Bauschutt sortiert. In der Brech- und Siebanlage entstehen aus Bauschutt neue Produkte für die Bauwirtschaft. Mit dem eigenen Bahnanschluss können wir grosse Mengen auf der Schiene transportieren. Am Standort Hard steht eine Ballenpresse für Wertstoffe wie Karton und Kunststoffe, zudem ist dort ein Teil unserer 100 Lastwagen stationiert.

Von wem haben Sie in Ihrem Leben am meisten gelernt?

In Gesprächen mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Freunden lerne ich täglich dazu.

 

«Mit dem eigenen Bahnanschluss können wir grosse Mengen auf der Schiene transportieren.»

 

Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem Beruf?

In einem sehr dynamischen Umfeld den Durchblick zu behalten und täglich viele gute Entscheidungen zu treffen. Auch dass wir unseren Kunden mit immer besseren Lösungen helfen können. Und natürlich die Balance zwischen Beruf und Familie zu finden.

Auf welche Eigenschaften legen Sie bei Ihren Mitmenschen Wert?

Vertrauen und Bescheidenheit.

Was wissen viele nicht über Sie?

Dass ich Freude an der Elektromobilität habe und mein Elektroauto wie auch das Elektrovelo mit grosser Begeisterung fahre.

Wann haben Sie zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Vor Kurzem besuchte ich mit meinen drei Kindern den Europa-Park. Die Achterbahn «Blue Fire Megacoaster» war super.

 

«Ich fahre das Elektrovelo mit grosser Begeisterung.»

 

Welche Erfahrung möchten Sie nicht missen?

Mein Leben ist schön, und ich blicke auf viele Erfahrungen zurück, etwa auf jene als Skilehrer, auf Reisen mit der Familie oder auf die Teamarbeit im Geschäft mit meinen Kollegen.

Welches Buch hat Sie zuletzt beeindruckt?

Aktuell lese ich «Origin» von Dan Brown. Es regt zum Denken an.

Welche historische Person hätten Sie gern getroffen?

Ich habe es mehr mit der Zukunft, aber Charles Darwin wäre spannend. Ich hätte ihn gefragt, wo er mir beim Recycling mit Einbezug von Bionik heute helfen könnte.

Was ist Ihr Lieblingsort in der Region?

Ein Spaziergang mit meinem Hund am Greifensee oder Pfäffikersee gefällt mir sehr gut.

Wobei können Sie am besten entspannen?

Beim Wandern mit meinem Hund. Dabei habe ich oft gute Ideen.

Worüber ärgern Sie sich?

Über meine Ungeduld.

 

«Ich habe Umsetzungskraft.»

 

Was ist Ihre grösste Stärke?

Ich bin Optimist und habe Umsetzungskraft.

Und was ist Ihre Achillesferse?

Bei Menschen, die nicht auf den Punkt kommen oder meine Erwartungen nicht erfüllen, bin ich schnell gereizt.

Wem vertrauen Sie blind?

Meiner Familie und meinen Freunden.

Was macht Ihnen Angst oder Sorgen?

Eigentlich nichts.

Welche Superkraft hätten Sie gerne?

Keine. Ich bin ganz zufrieden und versuche, die vorhandenen Kräfte bestmöglich einzusetzen.

 

«Ich versuche, die Kräfte bestmöglich einzusetzen.»

 

Welche Floskel können Sie nicht mehr hören?

«Man sollte…»

Ihr grösster Traum?

Dass es privat und im Geschäft so weiterläuft wie bisher.

Welche Schlagzeile würden Sie gern einmal in der Zeitung lesen?

«Durch das Recyclingverfahren der Schneider Umweltservice AG ist das Deponieren und Verbrennen von Abfällen nicht mehr nötig».

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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