Redaktion wird neu organisiert
Auch für die Zürcher Oberland Medien AG ist das Marktumfeld in den vergangenen Monaten erneut schwieriger geworden. Gründe dafür sind der Strukturwandel hin zur digitalen Mediennutzung und die wegbrechenden Erlöse der nationalen Kunden. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung wollen das Unternehmen auf die Herausforderungen der Zukunft ausrichten und haben deshalb eine Restrukturierung der Redaktion beschlossen.
Die «Geschichte» steht im Zentrum
Wie auf den meisten Lokal- und Regionalredaktionen müssen die Journalisten der Zürcher Oberland Medien AG heute sowohl Artikel schreiben als auch verschiedene Print-Produkte planen und selber layouten. Schliesslich wollen auch noch der Online-Kanal und die Social-Media-Profile bedient sein.
Mit der neuen Redaktionsorganisation sollen diese Aufgaben entflechtet werden. Damit kann sich die Mehrheit der Redaktion dem journalistischen Kerngeschäft widmen: dem Verfassen von exklusiven, regionalen und qualitativ hochstehenden Beiträgen.
Die so entstehenden Inhalte werden direkt im Content Management System der digitalen Kanäle erfasst und stehen einem kleinen, journalistisch speziell geschulten Produktionsteam für die Gestaltung der Tages- und Wochenzeitungen zur Verfügung. «Damit stellen wir die Geschichte ins Zentrum unserer Arbeit. Denn nur mit guten Geschichten auf allen Kanälen können wir uns langfristig behaupten», erklärt Chefredaktor Christian Brändli.
Zentralisierung in Wetzikon
Zur optimalen Kommunikation zwischen den verschiedenen Teams wird die Redaktion so weit wie möglich im Newsroom in Wetzikon zentralisiert. Die redaktionellen Arbeitsplätze in Dübendorf werden aufgehoben, nur am Aussenstandort Winterthur bleibt aufgrund der geographischen Entfernung noch eine kleine Einheit vor Ort bestehen.
Durch die Zentralisierung der Redaktions- und Supporteinheiten kommt es zu insgesamt sieben Kündigungen: drei im Bereich «Redaktion», einer im Bereich «Verlag» sowie drei weiteren im Bereich Sekretariat und Redaktionssupport. «Wir bedauern, dass im Zuge der Reorganisation sieben Mitarbeitende ihre Stelle verlieren. Wir sind aber überzeugt, dass dieser strategisch gut überlegte Schritt nötig ist und den Mitarbeitenden langfristig mehr Perspektiven bietet als ein Abbau in Raten», sagt CEO Dani Sigel.
Online, Tages- und Wochenzeitungen
Die Zürcher Oberland Medien AG beschäftigt 122 Mitarbeitende und verlegt mit dem «Zürcher Oberländer» und dem «Anzeiger von Uster» zwei Tageszeitungen, acht Wochenzeitungen (fünf Regio-Ausgaben, Glattaler, Volketswiler, Winterthurer Stadtanzeiger) sowie das Onlineportal «Züriost». 2016 wurde ein Gesamtumsatz von 28,6 Mio. Franken erzielt. (zo)
