Leerläufen wird der Garaus gemacht
«Verschwendung gilt es kontinuierlich zu reduzieren, überall und durch alle Leute.» So versteht Theo Lüthy Lean Management. Das Iwaz hatte am Donnerstag, 16. März, den Organisationsentwickler als Referenten am jährlich stattfindenden Kunden- und Partnerfrühstück eingeladen.
Qualität im Zentrum
Gut 80 Gäste waren der Einladung gefolgt. Nach einem ausgiebigen Zmorge folgten sie den Ausführungen des Mannes, der seit 20 Jahren Wertschöpfungssysteme verändert hat: «Die meisten sind besser geworden», meinte er mit einem Schmunzeln. Es gehe immer um die drei Bereiche Qualität, Geschwindigkeit und Kosten. Dabei gelte es stets die Qualität zuerst zu verbessern.
Viele Gäste liessen sich im Anschluss an das Referat durch die Produktions- und Ausbildungswerkstätten führen, wo bereits erste Ansätze von Lean Management erkennbar seien, wie Produktionsleiter Rico Simonelli festhielt. «Lean Management in einem Sozialunternehmen ist für uns kein Widerspruch», betonte Iwaz-Geschäftsleiter Christoph Reis. Schliesslich sei die Institution für rund 180 Menschen mit einem Handicap eine lernende Organisation.
Auslastung «recht gut»
Auch wenn die Akquisition von Aufträgen in den letzten Jahren schwieriger geworden sei – nicht zuletzt wegen der billig produzierenden Konkurrenz im Osten, wie Reis erklärte –, ist der Produktionsbereich zur Zeit recht gut ausgelastet. So arbeiten aktuell auch noch sechs Personen aus anderen Sozialinstitutionen in Wetzikon mit. Das Iwaz hat einen Eigenfinanzierungsgrad von rund 70 Prozent. Im Vergleich mit anderen Institutionen, die Behinderten Arbeitsplätze bieten, sei dieser Satz hoch, wie Reis unterstreicht.
