Zehn Tonnen weniger CO2 pro Jahr will die Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG) ausstossen. Möglich werden soll dies durch eine Umrüstung des kleinen Kursschiffes Heimat von Diesel- auf vollständigen Elektroantrieb. « Auf dem Weg dahin haben wir nun einen weiteren Meilenstein hinter uns gelassen » , meint Allen Fuchs, bis vor kurzem noch SGG-Verwaltungsratspräsident. Weiterhin betreut er jedoch dieses Projekt.
Zwei Monate für Offerten
Vor wenigen Tagen ist der Projektauftrag auf der elektronischen Beschaffungsplattform www.simap.ch ausgeschrieben worden. « Interessierte Unternehmen haben bis am 6. August 2021 die Möglichkeit, ein Angebot einzureichen » , sagt Fuchs. Mit der Ummotorisierung will die SGG eine umweltfreundliche und nachhaltige Transportmöglichkeit zu schaffen. Die Elektrifizierung soll im Einklang mit dem Naturschutzgebiet Greifensee stehen. Gleichzeitig soll das 1933 erbaute Motorschiff als historisch relevanter Zeitzeuge der Motorisierung der Region erhalten bleiben, « auch im Erscheinungsbild » , wie Fuchs unterstreicht.
Es handle sich um ein « Leuchtturmprojekt » , meint Fuchs, « soll die Heimat doch als schweizweit erstes Kursschiff einen Elektromotor erhalten. » Diesen Stellenwert räumt diesem Projekt auch das Bundesamt für Verkehr ein, das eine vertiefte Machbarkeitsstudie finanziell unterstützt hat. Im Herbst 2020 und in diesem Frühjahr wurden Systemvarianten, Dimensionierung von Motor und Batterie, die Lebensdauer des Systems sowie eine erste Abschätzung der Investitions- und Betriebskosten evaluiert.
Nur erneuerbare Energie

