Scheitern hat seinen Reiz. Das Buch «111 Gründe, den SSV Jahn Regensburg zu lieben», kann jedenfalls diesen Eindruck erwecken. Die letzte Saison in der Bundesliga liegt schon über 60 Jahre zurück, und auch im DFB-Pokal war meistens in der ersten Runde Schluss. «Die Fans lieben ihren SSV auch ohne grossen Titel», ist der Autor deshalb überzeugt.
Mittlerweile ist der Verein aus der Oberpfalz bereits 114 Jahre alt und eine Tradition wurde doch unlängst gebrochen. Der Jahn steht nämlich erstmals in den Cup-Viertelfinals und trifft dort am nächsten Dienstag auf den Bundesligisten Werder Bremen.
Anteil am Erfolg hat auch Jan Elvedi . Der Greifenseer stand nicht nur in der letzten Runde bei der Überraschung gegen den ebenso oberklassigen 1. FC Köln auf dem Rasen (4:3 nach Penaltyschiessen) – er ist auch sonst schnell in Regensburg zu einer festen Grösse gewachsen.
Keine einzige Minute verpasste Elvedi bis letzte Woche, als er in Braunschweig (0:2) erstmalig wegen einer Gelb-Sperre passen musste.

