Seit dem Corona-bedingten Saisonunterbruch von Ende Oktober dürfen die Teams der Promotion League nur eingeschränkt trainieren. Und ein Ende ist noch immer nicht in Sicht.
Das Bundesamt für Sport (Baspo) schmetterte unlängst einen Antrag des Erstliga-Komitees nieder, die Promotion League mit der Womens Super League gleichzustellen. In der höchsten Spielklasse der Frauen wurde noch bis tief in den Dezember gespielt. Am nächsten Wochenende nimmt sie ihr Meisterschaftsprogramm wieder auf.
Die drittklassige Promotion League zählt hingegen nach dem Kammersystem des Schweizer Fussballverbands zum Amateurfussball. Es ist eine Regelung, die sich gerade jetzt als Nachteil erweist.
Deutliche Worte dazu fand Rocco Delli Colli bereits nach dem Saisonunterbruch. «Aus sportlicher wie aus wirtschaftlicher Sicht ist die Promotion League keine Amateurliga. Trotzdem werden wir behandelt wie die grössten Amateure», sagte Rapperswil-Jonas Präsident gegenüber dem «Blick». Über die Hälfte der Spieler in der Promotion League soll einen Profi-Status haben. Delli Colli spricht von ausbezahlten Salären um die 15 Millionen Franken unter den Vereinen.
Nicht gerade beruhigend zur Situation trägt bei, dass die in den Amateurligen spielenden U21-Nachwuchsteams der Grossklubs privilegiert behandelt werden. Sie dürfen im Gegensatz zu den «normalen» Teams uneingeschränkt trainieren und sogar Spiele bestreiten.

