Drei auf 82 Minuten verteilte Einsätze für den SC Freiburg. Und die letzte Einwechslung in der Meisterschaft liegt über zwei Monate zurück. Dazu passt: Ende November machte Naomi Mégroz auch die Reise mit dem Schweizer Nationalteam zum finalen EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien (0:4) nicht mehr mit.
Der Frust bei der Greifenseerin müsste also gross sein. Vor allem, da die 13-fache Internationale in der letzten Saison unumstrittene Stammkraft war – und 19 von 22 Bundesliga-Spielen bestritt. Noch vor der Auftaktpartie antwortete sie im Stadionmagazin bei der Frage nach der besten Entscheidung in der sportlichen Laufbahn mit: «Wechsel zum SC.»
Körperliche Probleme
Immer noch? Tatsächlich wirkt Mégroz keineswegs deprimiert. Gestoppt wurde die Aussenspielerin nämlich nicht durch eine Verletzung – sondern vielmehr von Corona und den Umständen. «Dafür kann niemand was», sagt sie unaufgeregt. Klubtrainer Daniel Krauss ortete zwar körperliche Probleme und Leistungsschwankungen – meint aber gleichzeitig: «Es lief wirklich nicht für sie.»

