16 Jahre jung war Mirjam Dobler, als sie mit Kollegin Romy Gysi in den frühen 1990er Jahren zum aufstrebenden FC Schwerzenbach wechselte.
Das Volketswiler Frauenteam hatte sich mangels Personal aufgelöst – währenddessen der FCS mit einem Cupfinal-Erfolg über Meister Bern den bisher grössten Erfolg überhaupt in der Klubgeschichte feierte. «Ich war an diesem Spiel als Zuschauerin dabei und habe sogar noch Fotos davon», sagt die Gockhauserin.
Es war eine Zeit, in der die NLA-Fussballerinnen höchstens in der Saisonvorbereitung dreimal trainierten und eher belächelt wurden. Der FC Wettswil-Bonstetten löste 1994 sogar sein Frauenteam auf, weil angeblich zu viele Lesben mitspielten. Für das Boulevard-Blatt «Blick» war es ein reisserischer Artikel mit dem Titel «Sex-Skandal im Fussballklub» wert.
Und Doblers Teamkollegin Gysi wurde in einem Fussballmagazin in einem nur so von Männerphantasien triefenden Porträt als Model mit Maikäfer-Ausstrahlung und makelloser Figur dargestellt.
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