350 Pflichtpartien bestritt Luca Radice für den FC Winterthur von 2006 bis 2013 und wieder seit 2016 – er ist dadurch nicht nur mit Abstand dienstältester Profi, sondern überhaupt Rekordspieler im Verein.
Letzte Woche nun der plötzliche Abgang: Der Volketswiler verabschiedete sich im Rahmen eines Trainings noch vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft von jedem seiner Mitspieler. Es ist ein unwürdiger Abschied.
Auf keinem seiner Kanäle verlor der Challenge-League-Klub, der so gern sein alternativ-besonderes Image pflegt, seither nur ein Wort für den verdienten Spieler.
Und auch im Winterthurer «Landbote» ist reichlich Unterton spürbar. Radice – immerhin Vize-Captain des Teams – sei in der Hierarchie abgerutscht und habe sich nicht gerade eindrücklich dagegen gestemmt, heisst es. Eine Würdigung sieht anders aus.
«Ich hätte mir meinen Abgang schon anders vorgestellt.»
Luca Radice, Fussballer aus Volketswil

