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So hätte die Saison für die Oberländer Fussballer geendet

Das Hoffen und Bangen hat ein Ende. Nun ist klar: Die Meisterschaft wird abgebrochen und damit annulliert. Doch wie hätte die Saison ausgehen können? Wir haben einen möglichen Verlauf aufgezeichnet.

Eine emotionale Berg- und Talfahrt: Jubel bei Uster, Konsternation in Dübendorf.

Archivfoto: Christian Merz

So hätte die Saison für die Oberländer Fussballer geendet

Anfang Mai geht es doch endlich los. Das Duell zwischen Gossau und Greifensee ist auch die Feuertaufe für die neuen Trainer. Entsprechend zaghaft gehen die Fussballer zu Werke – eine Nullnummer. Und die Besucher fragen sich: Was haben die Spieler nur während der Corona­virus-Pause getan?

Nicht zufrieden mit seiner Premiere ist auch Dübendorfs neuer Coach Luca Ferricchio nach dem 1:1 in Wetzikon. «Hätte ich doch nur meine Spielerlizenz aus Thalwil mittransferiert», ärgert sich der frühere Challenge-League-Fussballer.

In der Drittliga-Gruppe 3 kommt es gleich zum Strichkampf zwischen Fällanden und Pfäffikon 2. Die Glattaler können sich einmal mehr auf Lubomir und Daniel Baran verlassen. Sämtliche Treffer beim 6:4-Spektakel gehen auf das Konto der beiden Brüder und Torgaranten.

Taulant Syla und der Hattrick

Einen Kaltstart erlebt Rüti in der 2. Liga interregional. Gegen Widnau und Wil 2 setzt es gleich zwei Niederlagen ab. Immerhin: Etwas Luft gibt der Sieg im Nachtragsspiel über das abstiegsgefährdete Bazenheid. Taulant Syla – wem sonst – gelingt beim 3:0 ein lupenreiner Hattrick.

Gleich den Tritt findet Uster. Die erste englische Woche endet mit zwei Heimsiegen über Wetzikon und Wallisellen. Die nie alternde 39-jährige Neuverpflichtung Thomas Weller trifft beim Heimdebüt mit einem direkt verwandelten Corner.

Hinterher sagt er: «Es war eine Riesenkiste. Auch wenn etwas Glück dazugehört.»

Nicht gut sieht es für Effretikon aus. Der Neuling geht nicht nur zweimal als Verlierer vom Feld, auch die Lage im Abstiegssumpf wird ungemütlicher. «Wir waren schlichtweg zu grün hinter den Ohren», bilanziert FCE-Trainer Flakon Halimi.

Singende und siegende Pfäffiker

Gut läuft es beim Drittligisten Pfäffikon. Coach Marcel Erismann lässt vor jedem Spiel in der Kabine den in der Coronavirus-Krise selbst kreierten viralen Hit «Let It Be» als Motivationsspritze ertönen und singt lautstark mit.

Mit Erfolg: Die Konkurrenten Stäfa und Herrliberg können mit Siegen in den Direktduellen der Gruppe 6 abgeschüttelt werden. Und da auch Meilen stolpert, kann der Champagner bereits kaltgestellt werden. Nur wenige Wochen später steigt die Aufstiegsfeier in Pfäffikon.

Im Tabellenkeller kämpft sich Hinwil Mitte Juni nach den Erfolgen in den Direktduellen über Mönchaltorf und Männedorf 2 über den Strich. Ein versöhnliches Ende gibt es auch für den scheidenden Trainer Marcel Scherrer in Weisslingen. Und so stehen die Wetziker Reserven nach einer unglücklichen Niederlage in Mönchaltorf einen Spieltag vor Schluss als Absteiger fest.

Der Präsident in Christian-Constantin-Manier

In Dübendorf geht das Zittern weiter. Die Glattaler tauchen gegen ein hoch motiviertes Greifensee. Und als sich zwei Tage später in der Nachholpartie gegen die Schaffhauser Reserven eine weitere Niederlage abzeichnet, steht FCD-Präsident Markus Herzog in Christian-Constantin-Manier neben die Spielerbank, als würde er gleich selbst die nächsten Auswechslungen vollziehen wollen.

Nicht hilfreich ist zudem, dass Nachbar Greifensee gleichzeitig in Brüttisellen mit sichtlich weniger Eifer zu Werke geht und prompt unterliegt. Noch drei Runden, und Dübendorf ist weiterhin unter dem Strich.

Rüti so durchschnittlich wie lange nicht mehr

In der 2. Liga interregional sichert sich derweil Rüti mit einem Auswärtssieg bei United Zürich vorzeitig den Klassenerhalt. Und dennoch: Für die Oberländer ist es die schwächste Saison seit dem Aufstieg im Jahr 2015.

Ein Happy End gibt es auch für Pfäffikon 2 in der Drittliga-Gruppe 3. Damit halten alle Teams aus der Region die Klasse.

Uster in extremis, Tränen in Brüttisellen ujnd Effretikon

Was für eine Dramatik in der 2. Liga: Dübendorf gewinnt nicht nur die letzten drei Partien und schafft noch den Ligaerhalt. Die Glattaler sind mit den Siegen über Diessenhofen und die SV Schaffhausen auch Ustermer Aufstiegshelfer.

Der lässt selbst nichts mehr anbrennen und stösst gleichzeitig Brüttisellen-Dietlikon in die 3. Liga. Begleitet wird dieser vom FC Effretikon, dem gegen Wetzikon der Turnaround verwehrt bleibt.

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