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Mammutprogramm oder Saisonabbruch?

Beim Fussballverband der Region Zürich besteht weiterhin Hoffnung die Meisterschaft ab Anfang Mai aufnehmen zu können.

Effretikon (in blau) und Dübendorf würde ein Saisonabbruch wohl helfen., Der FC Pfäffikon (Gino Mächler) muss auf eine Fortsetzung der Meisterschaft hoffen.

Archivfoto: Christian Merz

Mammutprogramm oder Saisonabbruch?

Willy Scramoncini hat nichts von seiner Zuversicht verloren. «Ich bin Zweckoptimist», sagt der Leiter Spielbetrieb des Fussballverbandes der Region Zürich (FVRZ). Er beziffert die Chancen auf die Fortführung des Meisterschaftsbetriebs auf 50 Prozent.

Kein einziges Pflichtspiel im regionalen Fussball konnte aufgrund der Coronavirus-Situation in diesem Frühling im Raum Zürich ausgetragen werden. Und der Trainings- und Spielbetrieb ruht schweizweit noch mindestens bis Ende April.

Die möglichen Szenarien

Jetzt hat der FVRZ am Donnerstag in einem Schreiben an die Vereine einige Szenarien entworfen, mit der Hoffnung die Saison noch sportlich zu beenden. Er hält darin aber auch fest, dass diese an die Vorschriften des Bundes, Kantons und des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) gebunden sind.

Im besten Fall würde der Meisterschaftsbetrieb am Wochenende vom 2. und 3. Mai sogleich aufgenommen werden. Das würde bedeuten, dass die Mannschaften so quasi ohne Training gleich wieder Wettkämpfe bestreiten.

«Ich denke der Grossteil der Vereine wäre trotzdem darüber froh, um die Meisterschaft regulär beenden zu können», sagt Scramoncini.

Die im März und April abgesagten Partien würden fortlaufend während der Woche nachgeholt. Und selbst mit dieser Variante stünden bei witterungsbedingten Verschiebungen weitere zwei Wochenenden bis Anfang Juli zur Verfügung. Laut Scramoncini ist der allerspäteste Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der 9./10. Mai.

Happy End für die Schlechten

Wäre es hingegen erst später wieder möglich zu spielen, könnte die Frühjahrsrunde nicht mehr durchgeführt werden. Die Folge davon: Es würde keine Auf- und Absteiger geben. Die Gruppen und Ligen würden für die Saison 2020/21 in der bestehenden Form bleiben, ausser es kommt noch freiwilligen Abstiegen.

Beim zweiten möglichen Szenario des Regionalverbands dürften also die sich nach der Hinrunde auf Relegationsplätzen befindenden Effretikon und Dübendorf in der 2. Liga bleiben. Und für Pfäffikon, dem souveränen Leader der Drittliga-Gruppe 6, würde es kein Comeback auf höherer Stufe geben. Hingegen käme es für Schlusslicht Hinwil zu einem garantierten Happy End.

Alle noch angesetzten Meisterschaftsspiele könnten zumindest, sobald ein Spiel- und Trainingsbetrieb wieder möglich ist, noch in Form von Trainingspartien durchgeführt werden.

Kein vereintes Cupfinal-Wochenende

Ausgetragen würden in beiden Fällen ganz sicher die verbleibenden Cuprunden in sämtlichen Kategorien. Die Finals würden aber nicht wie in den letzten Jahren vereint Ende Juni an einem Wochenende in Kloten stattfinden – sondern bei der jeweils ausgelosten Heimmannschaft.

Wären allerdings selbst im Juni keine Spiele mehr möglich, würden auch die verschiedenen Cup-Wettbewerbe nicht fertig ausgetragen werden.

Wie eingangs beschrieben sind alle möglichen Szenarien sowieso mit den Vorgaben von höherer Instanz verknüpft. Und der FVRZ würde sich einer gesamtschweizerischen Lösung richten. Selbst wenn die Zürcher Verbandsverantwortlichen eigentlich eine andere Meinung vertreten.

Dennoch schliesst Funktionär Scramoncini diesbezüglich auch «kuriose Situationen» nicht ganz aus. Dann wenn beispielsweise die Meisterschaft in der 2. Liga interregional, in der auch Rüti in der Gruppe 6 mit dabei ist, nicht mehr fertig ausgetragen würde. Die mögliche Folge davon: Die Gruppensieger des FVRZ könnten nicht aufsteigen.

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